Preisverleihung
Politische Influencer 2026: Wie Social Media politische Debatten verändert
Wie erklärt man Sicherheitspolitik so, dass auch junge Menschen zuhören? David Matei tut es dort, wo viele von ihnen täglich unterwegs sind: auf TikTok und Instagram. Der ehemalige Jugendoffizier spricht über die Bundeswehr, internationale Konflikte und die Frage, was Sicherheit heute bedeutet. Verständlich, direkt und ohne die Komplexität des Themas auszublenden.
2024 zeichnete die Hanns Seidel Stiftung David Matei mit ihrem Preis „Politische Influencer in den sozialen Medien“ in der Kategorie Multimedia aus. Seither ist seine Stimme noch stärker öffentlich präsent. Er diskutiert in Talkshows, veröffentlicht gemeinsam mit Johannes Grassl einen Podcast und hat inzwischen ein Buch über sein Verhältnis zu Deutschland und seinen Dienst als Soldat vorgelegt.
Sein Beispiel zeigt, welche Wirkung politische Kommunikation in den sozialen Medien entfalten kann. Sie erreicht Menschen, die klassische Nachrichtenangebote häufig kaum noch nutzen. Sie kann Interesse wecken, Zusammenhänge erklären und Debatten anstoßen. Damit leistet sie zugleich einen Beitrag zur politischen Bildung im digitalen Raum. Doch dafür braucht es Persönlichkeiten, die politische Themen fachlich fundiert, verständlich und in einer zeitgemäßen Form vermitteln.
Genau solche Stimmen sucht die Hanns Seidel Stiftung auch 2026. Noch bis zum 30. September können Beiträge für den Preis „Politische Influencer in den sozialen Medien“ eingereicht werden.
Erstmals eigener Preis für außenpolitische Influencer
Neu ist in diesem Jahr der „von Prittwitz und Gaffron Preis für außenpolitische Influencer“. Ausgezeichnet werden Beiträge, die internationale Zusammenarbeit, Frieden und Sicherheit, geopolitische Entwicklungen oder globale Herausforderungen differenziert und faktenbasiert aufbereiten.
Mit dem neuen Preis reagieren die Verantwortlichen auf eine veränderte öffentliche Debatte. Kriege, internationale Konflikte und geopolitische Machtverschiebungen beschäftigen viele Menschen. Gleichzeitig verbreiten sich verkürzte Darstellungen, Falschinformationen und emotionalisierende Botschaften in den sozialen Medien besonders schnell. Umso wichtiger sind Angebote, die Orientierung ermöglichen, Hintergründe erläutern und unterschiedliche Perspektiven einordnen. Gerade bei außenpolitischen Themen in sozialen Medien kommt einer verständlichen und faktenbasierten Vermittlung deshalb besondere Bedeutung zu.
Der Namensgeber des neuen Preises steht für eine klare demokratische Haltung. Dr. Friedrich von Prittwitz und Gaffron war deutscher Botschafter in den Vereinigten Staaten. 1933 trat er aus Protest gegen das nationalsozialistische Regime von seinem Amt zurück. Seine Entscheidung war ein außergewöhnliches Zeichen persönlicher Verantwortung und macht ihn bis heute zu einem Vorbild für demokratische Haltung, internationale Verständigung und verantwortungsvolle Außenpolitik.
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