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Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.
Realistisch in die Zukunft

Autorin/Autor: Isabel Pantke

Landrätin Sabine Sitter erklärt, wie die Region Main-Spessart mit ihrem „Leitbild 2035" konkrete Ziele setzt und Nachhaltigkeit mit Zukunftsdenken verbindet. Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Ideen in die Entwicklung eingebracht. Das ist ein Leitbild, das nicht nur träumt, sondern handelt.

Sabine Sitter ist seit 2020 Landrätin des Landkreises Main-Spessart. Sie wurde im Landkreis geboren und wuchs in Gräfendorf auf – als Tochter des Bürgermeisters. Nach dem Abitur in Gemünden absolvierte sie an der Universität Würzburg ihr Studium mit Abschluss Diplom-Sozialpädagogin. Seit 2000 arbeitete sie als Sozialpädagogin im Bezirkskrankenhaus Lohr, ab 2005 als Abteilungsleiterin der sozialpädagogischen Abteilung. 2014 wurde Sabine Sitter zur Stellvertretenden Landrätin gewählt. Sie ist Mutter zweier Kinder.

Yasemin, Ikibas, LRA, MSP

HSS: Wie stellen Sie sich den Landkreis Main-Spessart in zehn Jahren vor – und welche Schritte gehen Sie dafür schon heute?

Sabine Sitter: Der Landkreis Main-Spessart hat sich ein Leitbild gegeben, das in fünf Handlungsfeldern („Wirtschaft & Arbeit“, „Natur & Umwelt“, „Gesundheit & Soziales“, „Mobilität & Wohnen“ und „Bildung & Kultur“) die Leitplanken und Orientierungspunkte für die künftigen Weichenstellungen der Landkreispolitik bietet.  Für jedes der fünf Handlungsfelder wird eine Vision für das Jahr 2035 entwickelt und unterfüttert mit Leitzielen.

Die wichtigsten Ziele dieses Leitbildes sind: Den Landkreis Main-Spessart (nach innen wie nach außen) als attraktiven und gesunden Lebens-, Natur- und Wirtschaftsraum zu bewahren, zu stärken und für die Zukunft zu entwickeln. Das Leitbild orientiert sich an den Herausforderungen der Zukunft (Stichpunkte demografischer Wandel, Digitalisierung) und soll helfen, die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen. Sehr wichtig ist dabei die Nachhaltigkeit in allen Bereichen, in Ökologie, Wirtschaft und im Sozialen.

HSS: Was verbirgt sich hinter dem „Leitbild Main-Spessart 2035

Sabine Sitter: Dieses Leitbild wurde im Zeitraum von rund einem Jahr mit Unterstützung von Experten und Bürgern erarbeitet: zunächst in Online-Workshops zu den einzelnen Handlungsfeldern („Wirtschaft & Arbeit“, „Natur & Umwelt“, „Gesundheit & Soziales“, „Mobilität & Wohnen“ und „Bildung & Kultur“). Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger brachten sich zudem in einer Online-Befragung ein. 

Die Vielzahl der gesammelten Informationen, Impulse und Ideen wurde anschließend von der Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Kreistags Main-Spessart und Mitarbeitern der Verwaltung im Landratsamt miteinander in Einklang gebracht und daraus ein übersichtliches und griffiges Leitbild formuliert.

Wichtig war dabei auch die Realisierbarkeit der entworfenen Visionen nach dem Prinzip „Pflicht vor Kür“. Absicht des Prozesses war es, tatsächlich erreichbare Ziele zu benennen und den absehbaren und prognostizierten Entwicklungen in den genannten Handlungsfeldern mit Nachhaltigkeit und Pragmatismus zu begegnen.

 

sunnychicka; istock

Über die Reihe "Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.

Die Vorbereitungen der Kommunalwahl 2026 sind im vollen Gange. In unserer neuen Reihe stellen wir engagierte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger vor. Erfahren Sie, was sie motiviert und welche wertvollen Erfahrungen sie in ihrem Amt gesammelt haben.

Die Hanns-Seidel-Stiftung setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen ein kommunalpolitisches Amt übernehmen. Wir unterstützen sie während des Wahlkampfs und machen das Engagement derjenigen sichtbar, die mit ihrem Einsatz Kommunalpolitik gestalten

HSS: Was unternehmen Sie, um die Verwaltung moderner, digitaler und bürgernäher zu gestalten?

Sabine Sitter: Der Landkreis unternimmt eine Vielzahl von umfangreichen Anstrengungen, um die Verwaltung moderner, digitaler und bürgernäher zu gestalten. Das beginnt bei der Digitalisierung von Anträgen, geht über die Präsenz und Erreichbarkeit in sozialen Medien bis zur Bürgerbeteiligung bei aktuellen Themen und Vor-Ort-Veranstaltungen: unter anderem Einbürgerungsempfänge, Gesundheitskonferenzen oder auch die Landrad(t)stour, die das Entdecken des Landkreises und offene Gespräche mit der Landrätin, den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen sowie Kreisräten in ungezwungener Atmosphäre ermöglicht.

Die Anstrengungen und Angebote sind zu zahlreich, um sie alle aufzuzählen.

Vielen Dank Frau Sitter.

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