Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Von Kobalt bis Silizium: der Kampf um kritische Rohstoffe
Seltene Erden werden vor allem für die Produktion von Halbleitern benötigt. Ein sicherer und langfristig verlässlicher Zugang zu kritischen Rohstoffen zählt zu den entscheidenden Zukunftsaufgaben für Deutschland und Europa. Er bildet eine wesentliche Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Ohne seltene Erden wären weder die Herstellung moderner Computerchips noch die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz möglich. Die HSS diskutiert dieses Thema in einer Veranstaltung im Vorfeld der MSC.
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Im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) diskutiert die Hanns-Seidel-Stiftung, gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern können. Bereits vor der Podiumsdiskussion "Kritische Partnerschaften für kritische Rohstoffe:
Wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern" erklärt der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Markus Ferber, MdEP: „Die Geopolitisierung der Rohstoffpolitik durch China und die USA kann für Deutschland und Europa nur bedeuten, unsere Lieferketten zu diversifizieren, neue Partnerschaften zu suchen und aktiv zu gestalten. Es liegt somit eine große Chance in der Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden.“
Umso wichtiger erscheint der angestrebte Abschluss des EU-Mercosur Handelsabkommens. Ein Signal für den Freihandel, der gerade auch einen verlässlichen Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und Kupfer garantiert.
Allein auf dem afrikanischen Kontinent befinden sich knapp 30 Prozent der weltweit bekannten Mineralreserven. Strategische Partnerschaften im Rohstoffbereich schaffen einen doppelten Gewinn: Sie stärken die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas und dienen den Partnerländern gleichzeitig als Hebel für eine eigene Industrialisierung. Es wird daher nicht nur darum gehen, Rohstoffe für Europa zu sichern, sondern Vorprodukte und damit Wertschöpfung und Lebenschancen in den afrikanischen Ländern zu schaffen. Afrika hat viele Interessenten. Europa und Deutschland müssen das bessere Angebot machen. Es geht um faire und langfristige Beziehungen, von denen beide Seiten profitieren. Thomas Schäfer, CEO von Volkswagen, und Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), bringt es auf den Punkt: „Wer heute auf Afrika setzt, setzt auf Diversifizierung und Resilienz. Der Kontinent ist nach Asien derzeit die dynamischste Wachstumsregion – wo wir unsere Lieferketten breiter aufstellen, unsere Rohstoffversorgung absichern und die Märkte der Zukunft erschließen können.“
Was die Bundesregierung, die Europäische Kommission und die deutsche Industrie tun müssen, um eine zukunftsorientierte Rohstoffpolitik zu gestalten – darüber diskutieren Experten der HSS zusammen mit dem Bund Deutscher Industrie (BDI):
* Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)
* Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP), Vorsitzender der Hanns Seidel-Stiftung
* Jozef Síkela, Kommissar für Internationale Partnerschaften, Europäische Kommission
* Thérèse Kayikwamba Wagner, Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit und Frankophonie, Demokratische Republik Kongo
* Stefan Rouenhoff, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
* Thomas Schäfer, CEO Marke Volkswagen, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI)
Statement des HSS-Vorsitzenden Markus Ferber, MdEP, zur Veranstaltung "Kritische Partnerschaften für kritische Rohstoffe: Wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern"
Statement von BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner zur Veranstaltung "Kritische Partnerschaften für kritische Rohstoffe: Wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern"
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