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Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Weltordnung im Stresstest

Autorin/Autor: Katja Zirkel

„Under Destruction“ lautet das Leitthema der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) vom 13. bis 15. Februar. Die Hanns-Seidel-Stiftung spiegelt dieses Thema in ihren Side-Events bereits wenige Tage vor Beginn der Konferenz.

Der diesjährige MSC Report, der nun in Berlin vorgestellt wurde, steht unter dem Leitthema "Under Destruction". Die HSS veranstaltet auch bei der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz wieder Side-Events, in denen sie sich mit der veränderten Weltordnung auseinandersetzt.

Bild: Mike Schmidt/Imago

Die internationale Ordnung gerät immer mehr unter Druck: Zentrale Normen, Mechanismen und Institutionen der regelbasierten Weltordnung werden nicht nur herausgefordert, sondern bewusst geschwächt oder infrage gestellt. Statt schrittweiser Reformen prägen immer häufiger destruktive politische Ansätze, Machtpolitik und kurzfristige nationale Interessen das internationale Handeln.

Der nun veröffentlichte Munich Security Report 2026 beschreibt eine sicherheitspolitische Weltlage, in der das Vertrauen zwischen den Staaten schwindet und multilaterale Kooperation an Legitimität verliert. Die Bereitschaft politischer Akteure, bestehende Strukturen aufzubrechen, ohne tragfähige Alternativen zu entwickeln, wächst. Das betrifft internationale Organisationen ebenso wie etablierte Partnerschaften und vereinbarte Sicherheitsgarantien.

Für Europa sieht der MSC Report daraus weitreichende Konsequenzen: Angesichts geopolitischer Machtverschiebungen, anhaltender Kriege und wachsender Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen sei eine Stärkung der eigenen außen- und sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit notwendig. Gefordert werden strategische Eigenständigkeit, politische Geschlossenheit und die Bereitschaft, Verantwortung für die Stabilität der internationalen Ordnung zu übernehmen.

Der Report versteht sich zugleich als Appell, destruktiven Tendenzen durch erneuertes Engagement für Multilateralismus, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Werte zu begegnen. Vor diesem Hintergrund ist es ein zentrales Anliegen der Hanns-Seidel-Stiftung im Rahmen verschiedener Veranstaltungen Räume für Austausch, Verständigung und verantwortungsvolle sicherheitspolitische Debatten zu schaffen.

Die Veranstaltungen der HSS auf der MSC

Den Auftakt vor Beginn der MSC bildet die öffentliche Kooperationsveranstaltung mit dem BDI „Kritische Partnerschaften für kritisch Rohstoffe: Wie neue Allianzen nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sichern“ am Donnerstag, 12. Februar, von 16 bis 17.30 Uhr “ im Konferenzzentrum der HSS. Am selben Tag lädt die HSS um 18.30 Uhr im Konferenzzentrum zur öffentlichen Paneldiskussion "Scam-States and Crime Factories: Betrugszentren im industriellen Maßstab in Südostasien – eine neue globale Sicherheitsbedrohung".

Zum Thema „Keep calm and carry on: What the UK Role in Weimar Plus Means for European Security“ diskutieren internationale Experten am Freitag, 13. Februar, 7.30 Uhr. Die Debatte findet  in Kooperation mit dem Centre for Geopolitics, Cambridge University statt.

Am Freitag, 13. Februar, um 11.30 Uhr erörtern Experten Chancen und Risken der Multialignment-Politik Indiens für Deutschland und Europa in der Debatte „Rising in a Storm: The Possibilities and Limits of India’s Multialignment“.

Beim traditionellen Women’s Breakfast, zu dem die Bayerische Staatskanzlei und die Hanns-Seidel-Stiftung am Samstag, 14. Februar um 7 Uhr in die Münchner Residenz einladen, werden in diesem Jahr die grönländische Außen- und Wissenschaftsministerin Vivian Motzfeld und die Schweizer Botschafterin in Deutschland, Livia Leu Agosti, als Keynote-Speakerinnen erwartet.

Den Abschluss bildet die Paneldiskussion „Afrikas Sicherheit“ am Sonntag, 15. Februar, um 10.30 Uhr. Hier tauschen sich internationale Experten darüber aus, wie Konflikte, geopolitischer Wettbewerb und neue Sicherheitskooperationen die Zukunft des Kontinents prägen. Die MSC überträgt die Veranstaltung via Livestream.

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