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Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt.
Wie ein Netzwerk Frauen in der Politik stärkt

Autorin/Autor: Ulrike Grimm

Einmischen erwünscht: Mentoring, Themen mit Relevanz und gezielte Unterstützung – Ulrike Grimm verrät, wie die Frauen Union gezielt daran arbeitet, mehr Frauen in politische Ämter zu bringen, und warum es sich lohnt, den Schritt zu wagen.

Auch wenn es am Anfang schwer aussieht, gibt es immer einen Weg, erfolgreich zu kandidieren.

 

Ulrike Grimm, Frau mit offenen Haren und einem pinken Oberteil lächelt zugewandt in die Kamera.

Ulrike Grimm ist gebürtige Oberfränkin, ausgebildete Schneidermeisterin und Diplomdirektrice. 2013 wurde sie zur Bezirksvorsitzenden der Frauen Union in München gewählt. Seit 2014 ist sie im Münchner Stadtrat und engagiert sich für Sport, Gleichstellung, Arbeit, Wirtschaft sowie Kultur und Brauchtum.

Ulrike Grimm; CSU Frauenunion

HSS: Warum braucht die Politik dringend mehr Frauen?

Urike Grimm: Die gewählte Volksvertretung sollte möglichst ein Abbild der Gesellschaft sein, die sie im Bundestag, Landtag, Stadtrat oder auf anderer politischer Ebene vertritt. Die Bevölkerung besteht zur Hälfte aus Frauen, aber sie sind stark unterrepräsentiert in politischen Ämtern, und das auf jeder Ebene. 

Es ist erwiesen, dass diverse Teams bessere Entscheidungen treffen, weil vielseitige Perspektiven, Bedürfnisse und Ideen einbezogen werden. So sollte es auch in der Politik sein. Die weibliche Sicht, die über 50 Prozent der Gesellschaft darstellt, muss stark in der Legislative vertreten sein, damit sinnvoll Politik gemacht werden kann.

HSS: Was geben Sie Frauen mit, die zwar Interesse an einem kommunalpolitischen Amt haben, aber unsicher sind?

Ulrike Grimm: Mein Rat ist mutig zu sein und sich nicht von geringen Aussichten abschrecken lassen. Bei meiner ersten Stadtratskandidatur waren meine Einzugschancen quasi nicht vorhanden. Und ich bin dennoch vorgehäufelt worden. Bei der Kommunalwahl besteht die Chance durch Kumulieren und Panaschieren nach vorne gewählt zu werden, wenn man sich engagiert. Man sollte sich daher nicht selbst aussortieren, sondern es einfach wagen. Außerdem ist es immer klug das Gespräch mit den jeweiligen Orts- & Kreisvorsitzenden suchen. Verbündete sind wichtig, vor allem auch männliche Unterstützer. 

sunnychicka; istock

Über die Reihe: „Kommunalpolitik: Wer anpackt, bewegt."

Die Vorbereitungen der Kommunalwahl 2026 sind im vollen Gange. In unserer neuen Reihe stellen wir engagierte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger vor. Erfahren Sie, was sie motiviert und welche wertvollen Erfahrungen sie in ihrem Amt gesammelt haben.

Die Hanns-Seidel-Stiftung setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen ein kommunalpolitisches Amt übernehmen. Wir unterstützen sie während des Wahlkampfs und machen das Engagement derjenigen sichtbar, die mit ihrem Einsatz Kommunalpolitik gestalten.

HSS: Wie geht die Frauenunion vor, um mehr Frauen für ein politisches Amt zu gewinnen?

Ulrike Grimm: Die Frauen Union hat ein Mentoring-Programm für Frauen, die sich für die politische Arbeit interessieren. Das Programm bietet Gespräche mit Politikerinnen auf verschiedenen Ebenen an und man erhält Einblicke in die politische Arbeit, die unterschiedlichen kommunalen Strukturen und lernt die Organisation der Partei und der Parteiarbeit kennen und navigieren. Die Frauen Union bespielt Themen, die Frauen besonders betreffen, wie beispielsweise das Thema Kinderbetreuung, Frauengesundheit, Altersvorsorge, gleiche Bezahlung oder faire Aufstiegschancen. Als Mentee kann man die Initiativen und die Mühe, die in gute Policies einfließen, aus der Nähe kennenlernen. 

Antwort als Video

Vielen Dank Frau Grimm.

Kontakt

Ulrike Grimm, Frau mit offenen Haren und einem pinken Oberteil lächelt zugewandt in die Kamera.
Extern
Kommunalpolitikerin