Münchner Sicherheitskonferenz 2026
Globale Ordnung im Wandel
© Thomas Niedermueller/MSC
Die Münchner Sicherheitskonferenz bot auch in diesem Jahr eine zentrale Plattform für den Austausch zu aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Für die Hanns-Seidel-Stiftung standen dabei die Themen Resilienz von Demokratien, die Zukunft transatlantischer und europäischer Sicherheitspolitik sowie die strategische Weiterentwicklung internationaler Partnerschaften im Mittelpunkt. Mit eigenen Veranstaltungen und Gesprächsformaten setzte die HSS Impulse zu zentralen Fragen der globalen Ordnung und unterstrich die Bedeutung von Dialog, Diplomatie und belastbaren Kooperationen in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen.
Videostatement des HSS-Vorsitzenden Markus Ferber, MdEP
Christiane von Czettritz und Neuhaus (links), stv. Leiterin des Referats für Grundsatzfragen bei der HSS, moderierte das Gespräch mit der Schweizer Botschafterin Livia Leu (rechts) und der grönländischen Außen- und Wissenschaftsministerin Vivian Motzfeldt (Mitte) beim Women's Breakfast, das die HSS zusammen mit der Bayerischen Staatskanzeli veranstaltet hat.
© Thomas Plettenberg
Christiane von Czettritz und Neuhaus, stv. Leiterin des Referats für Grundsatzfragen der HSS
„Beim 14. Women’s Breakfast der Münchner Sicherheitskonferenz stand die Resilienz von Demokratien im globalen Systemkonflikt im Fokus. Diskutiert wurde sowohl über den äußeren geopolitischen Druck als auch über die innere Erosion demokratischer Strukturen. Das hochrangig besetzte Women’s Breakfast stieß im sicherheitspolitischen Umfeld einmal mehr auf große Resonanz und offene Ohren. Das Event verband beide Ebenen zu einer klaren strategischen Perspektive und machte deutlich: Diplomatie ist ein zentrales Instrument, um Dialogräume offen zu halten und Stabilität zu sichern.“
Andrea Rotter (li.,) mit Kollegin Christiane von Czettritz und Neuhaus beim Women's Breakfast der HSS.
© Thomas Plettenberg
Andrea Rotter, Leiterin des Referats Außen- und Sicherheitspolitik der HSS
„Für mich hielt die MSC einige besondere Momente bereit – die Rede von Friedrich Merz, der die europäischen Prinzipien und die Notwendigkeit einer eigenen Stärke betonte, sowie die Rede von US-Außenminister Marco Rubio, dessen Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft zwar beruhigend, aber nicht losgelöst von ‚America First‘ war. Beide Sprecher hatten jedoch recht: Europa muss sicherstellen, dass auf politischen Versprechungen auch reale Fähigkeiten zur Stärkung der eigenen Sicherheit folgen.“
Judith Weinberger-Singh, Leiterin des HSS-Büros Indien, im Gespräch mit Julia Berger, HSS-Büroleiterin Indonesien, und der ehemaligen HSS-Vorsitzenden Ursula Männle (v.li.)
© Thomas Plettenberg
Judith Weinberger-Singh, Leiterin des Indien-Büros der HSS
"Mein persönliches MSC-Highlight war unser Side-Event zu Indien, bei dem wir mit hochrangigen Expertinnen und Experten die indische Außenpolitik des Multialignment vertieft diskutieren konnten. Die MSC ist eine zentrale Stellschraube im Prozess der Rekalibrierung der „neuen Weltordnung“. Indien als aufstrebende Macht im globalen Gefüge kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dies spiegelte sich auch im thematischen Schwerpunkt auf Indien wider – nicht zuletzt durch den erstmaligen „India Track“ der MSC. Über das Side Event hinaus bot der Rahmen der MSC die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen und bilaterale Gespräche zu organisieren. So fand unter dem Dach des HSS-eigenen India-Europe Resilience Forum eine Policy Debate statt; zudem konnten wir einen Political Fireside Chat zu Indien durchführen. Zwei spannende Formate, die den intensivierten Dialog zwischen Indien und Deutschland nachhaltig bereichert haben."
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