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Nachhaltigkeitskonferenz in Namibia
Ein enges Netzwerk für den Klimaschutz

Autorin/Autor: Dr. Lara Beer

Die Hanns-Seidel-Stiftung in Namibia veranstaltete die globale Nachhaltigkeitskonferenz „Th!nk Gobal – Advancing Sustainability Through Innovation and Partnership“ in der Hauptstadt Windhuk. Dort trafen sich erstmals Partner aus allen fünf Projektregionen Sub-Sahara-Afrika, Lateinamerika, Südostasien, Zentralasien und MENA. Das gemeinsame Ziel: den Klimaschutz weiter voranbringen.

Im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitskonferenz „Th!nk Gobal – Advancing Sustainability Through Innovation and Partnership“ trafen sich Partner aus allen fünf Projektregionen Sub-Sahara-Afrika, Lateinamerika, Südostasien, Zentralasien und MENA mit dem Ziel den Klimaschutz weiter voranzubringen.

Im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitskonferenz „Th!nk Gobal – Advancing Sustainability Through Innovation and Partnership“ trafen sich Partner aus allen fünf Projektregionen Sub-Sahara-Afrika, Lateinamerika, Südostasien, Zentralasien und MENA mit dem Ziel den Klimaschutz weiter voranzubringen.

© Anna-Marie Ritter/HSS

Im November fand in Namibias Hauptstadt Windhuk die globale Nachhaltigkeitskonferenz „Th!nk Global – Advancing Sustainability Through Innovation and Partnership“ statt, deren Veranstalter die Hanns-Seidel-Stiftung war. Es kamen Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Partnerorganisationen erstmals aus allen fünf Projektregionen Sub-Sahara Afrika, Lateinamerika, Südostasien, Zentralasien und MENA (Middle East and North Africa) zu der viertägigen Veranstaltung. Ziel: Austausch, Vernetzung und den Klimaschutz weiterentwickeln. 

Starke Netzwerke sind wichtig, insbesondere bei den Themen Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Wasserknappheit und Ernährungssicherheit. Sie sind eng verknüpft und lassen sich nur mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit wirkungsvoll angehen. Konkret: Zivilgesellschaftliche Akteure entwickeln oftmals innovative Lösungen, globale Kooperationen und Partnerschaften ermöglichen es, diese über regionale Grenzen hinaus zu skalieren.

Naturschutz als gesellschaftliche Aufgabe

Lateinamerika ist geprägt von starken sozialen Bewegungen und einer lebendigen Zivilgesellschaft. Die „Plataforma Boliviana Frente al Cambio Climático“ (PBFCC) steht für Initiativen, die lokales Engagement, traditionellen Wissensschutz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden, politischen Wandel anstoßen und dabei Natur- und Ressourcenschutz als gesellschaftliche Aufgabe begreifen.

Wasserknappheit, Wüstenbildung und politische Instabilität prägen viele Länder der MENA-Region (Middle East and North Africa). Die „Lebanon Reforestation Initiative“ (LRI) macht deutlich, wie trotz komplexer Bedingungen langfristiger Umweltschutz umgesetzt werden kann. Charakteristisch für die Region: die Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, Gemeindearbeit und dem Schutz fragiler Ökosysteme.

In Subsahara-Afrika stehen Klimastress, degradiertes Land und Ernährungssicherheit im Mittelpunkt. Gleichzeitig entstehen dort innovative Lösungsansätze. Die Grasswurzelorganisation „North Green Services“ (NGS) aus Uganda zeigt, wie agrarökologische Methoden und neue Kulturen wie die Drachenfrucht dazu beitragen, lokale Gemeinschaften zu stärken, Biodiversität zu fördern und klimaresiliente Einkommensquellen aufzubauen. Hier sind Umwelt- und Sozialentwicklung eng miteinander verbunden.

Grüne Geschäftsmodelle voranbringen

Südostasien ist geprägt von einer Start-up-Szene, Forschungsinitiativen und Politikdialogen zu Nachhaltigkeitsthemen. Das „Center for Creativity and Sustainability“ (CCS) aus Vietnam steht beispielhaft für diesen Innovationsdrang. Seine Stärken: Es verbindet wissenschaftliche Beratung, nachhaltiges Produktdesign und zirkuläre Ansätze mit unternehmerischer Kreativität. Die Region zeigt, wie Technologieaffinität und soziale Verantwortung zusammenwirken, um Kreislaufwirtschaft und grüne Geschäftsmodelle voranzubringen.

Naturschutz mit regionaler Kooperation

Zentralasien ist bekannt für seine weiten Steppenlandschaften, beeindruckenden Wildtierwanderungen wie bei den Saiga-Antilopen und grenzüberschreitende Ökosysteme. Die „Altyn Dala Conservation Initiative der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan“ (ACBK) steht dafür, wie großflächiger Naturschutz mit regionalen und internationalen Kooperationen langfristig gelingen kann. Biodiversität, nachhaltige Landnutzung und regionale Stabilität sind eng miteinander verwoben und langfristige Partnerschaften sind für den Schutz einzigartiger Ökosysteme wichtig.

Regenerative Landwirtschaft 

Nicht nur die Theorie stand im Fokus, sondern auch die Praxis. Beim simulationsbasierten Rollenspiel zum Klimawandel schlüpften die Teilnehmer in die Rollen von Vertretern aus Industrie, Politik und Umweltverbänden. Ziel: Die Herausforderungen des Klimawandels aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen und betrachten. Außerdem gab es einen Exkursionstag in und außerhalb von Windhuk. Besucht wurden: eine Aquaponik-Pilotanlage, die regenerative Farm „Krumhuk“, das Wasseraufbereitungswerk in der Hauptstadt sowie die Fraueninitiative „Penduka“.

Fazit

Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen teilen die Partner ähnliche Ziele: Natur schützen, Gemeinschaften stärken, nachhaltige Innovation fördern und klimaresiliente Lebensgrundlagen schaffen. Die vielfältigen Ansätze zeigen, dass Klimaschutz nicht aufgrund einheitlicher Lösungen entsteht, sondern wegen globaler Stärke. Die Konferenz hat gezeigt, welches Potenzial in einem starken globalen Netzwerk steckt und wie wichtig ein gemeinsamer Blick auf nachhaltige Entwicklung ist, der über die einzelnen Projekte hinausreicht. Die geknüpften Verbindungen schaffen die Grundlage, sich künftig noch enger zwischen den einzelnen Regionen zu vernetzen und globale Klimaschutz- und Anpassungsstrategien langfristig zu stärken.

Kontakt

Projektleiterin globales Klimaprojekt: Dr. Lara Beer
Institut für Internationale Zusammenarbeit
Projektleiterin globales Klimaprojekt
E-Mail: