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G20-Gipfel in Rio de Janeiro
Strategien für eine gerechte Welt

Autorin/Autor: Larissa Arancibia

Umweltschutz, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Ländern und die Stärkung der Demokratie – das waren die Themen beim G20-Gipfel, beim T20-Treffen und dem Munich Leaders Meeting. Die HSS war vor Ort.

In Brasilien traf sich im November die Weltpolitik. Neben dem G20-Gipfel fanden in Rio de Janeiro auch das T20 Summit Brasil – ein Treffen der Think Tanks der G20-Länder –  sowie das Munich Leaders Meeting (MLM) der Münchner Sicherheitskonferenz statt. Beide Konferenzen boten eine exzellente Plattform, um über globale Probleme und Lösungen zu sprechen.

Der noch amtierende amerikanische Präsident Joe Biden (links) diskutiert auf dem G20-Gipfel in Rio de Janeiro über Klimapolitik und die Stärkung der Demokratie

Der noch amtierende amerikanische Präsident Joe Biden (links) diskutiert auf dem G20-Gipfel in Rio de Janeiro über Klimapolitik und die Stärkung der Demokratie

© Imago

Allianz gegen Armut

Im Rahmen des G20-Gipfels diskutierten die Staats- und Regierungschefs der Industrie- und Schwellenländer über die aktuellen weltweiten Herausforderungen, wie etwa die Auswirkungen des Klimawandels, die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der globalen Gesundheitssysteme. Brasilien nutzte die Gelegenheit, seine Vision für eine inklusivere und kooperativere Weltordnung zu präsentieren. Es gab einige konkrete Ergebnisse, wie die Gründung einer globalen Allianz gegen Armut und Hunger und einen internationalen Kompromiss im Kampf gegen die Erderwärmung.

Diese Themen standen auch beim T20 Summit Brasil auf der Agenda – einer Plattform, die als Brücke zwischen Wissenschaftlern und Politikern diente. Experten aus den G20-Mitgliedsstaaten diskutierten globale Herausforderungen und entwickelten innovative Lösungsansätze. Besonders wichtig waren der Multilateralismus, die Zusammenarbeit vieler Länder und die Rolle der Entwicklungsländer. In Arbeitsgruppen wurden Strategien zu verschiedenen Themen entwickelt, wie die Bekämpfung von Ungleichheit, nachhaltiger Klimaschutz, die Förderung von fairer Energie sowie der Reform der internationalen Finanzsysteme.

Im Rahmen des Munich Leaders Meeting (MLM) diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktuelle sicherheitspolitische Fragen. Ein wichtiger Schwerpunkt war der Dialog zwischen der EU, Deutschland, Lateinamerika, den USA und anderen Regionen. Themen waren u.a. die digitale Inklusion, die Stärkung von Demokratie und politischer Beteiligung sowie die Entwicklung einer nachhaltigen Umweltpolitik. Es wurde betont, wie wichtig es ist, bei globalen Krisen zusammenzuarbeiten, um Frieden und Stabilität zu sichern.

Globale Weltordnung ändert sich

Alle drei Veranstaltungen zeigten, dass internationale Zusammenarbeit notwendig ist, um weltweite Probleme zu lösen. Besonders im Hinblick auf den Klimawandel, die Begrenzung der Erderwärmung und die Förderung erneuerbarer Energien sind sich viele einig, aber es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie diese Ziele erreicht werden können. Ein weiteres Thema, das diskutiert wurde, war die Frage, wie die Welt mit der neuen Multipolarität, also der Verschiebung der globalen Macht, umgehen soll. Die internationalen Organisationen müssen ihre Verhandlungsstrategien und Entscheidungsprozesse anpassen, um effizienter und legitimer zu werden.

Die Veranstaltungen verdeutlichten, dass neue Ansätze für den Multilateralismus in einer sich verändernden Welt notwendig sind. Ihre Expertise in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Internationale Zusammenarbeit ermöglichte es der Hanns-Seidel-Stiftung, diese Diskussionen aus nächster Nähe zu verfolgen. Die Teilnahme am T20 und am MLM stärkt die Einsatzmöglichkeiten und das Engagement der Hanns-Seidel-Stiftung in der Region. Die Rolle der Stiftung als Wissensvermittler und Impulsgeber für politische Entscheidungen in Lateinamerika wurde bei den Veranstaltungen jeweils durch einen Projektleiter aus der Region und eine Referatsleiterin aus der Zentrale vertreten. In einer Zeit, in der geopolitische Spannungen zunehmen und neue Akteure wichtiger werden, wird deutlich, dass Zusammenarbeit und Dialog unerlässlich sind – sowohl auf politischer Ebene als auch in der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft.

Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Ländern war eines von vielen Themen, die beim G20-Gipfel in Brasilien diskutiert wurden. Die HSS war auch vor Ort.

Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Ländern war eines von vielen Themen, die beim G20-Gipfel in Brasilien diskutiert wurden. Die HSS war auch vor Ort.

© Imago

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Leiterin: Larissa Arancibia
Lateinamerika
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