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COVID-19 und die Auswirkungen auf die föderale Initiative der Philippinen - COVID-19 and its effects on the federalism initative in the Philippines

Auf den Philippinen kann die föderalistische Initiative als ein relativ junges politisches Projekt eingestuft werden. Das Land hat die längste Zeit eine starke Zentralregierung gehabt, die zu einer Top-down-Regierung geführt hat. Kritiker haben lange darauf hingewiesen, dass eine solche Machtkonzentration zur Vernachlässigung vieler Gebiete im Land geführt hat. Der Aufschrei war besonders laut, vor allem im südlichen Teil der Philippinen, wo ein langwieriger Bürgerkrieg das Entwicklungspotential einer rohstoffreichen Region im Wesentlichen aufgehalten hat. In jüngster Zeit wurden die Sezessionsbestrebungen islamischer Rebellengruppen aufgrund eines Friedensabkommens, das unter der Regierung von Präsident Benigno Aquino III. unterzeichnet wurde, abgeschwächt. Die Wahl von Präsident Rodrigo Roa Duterte im Jahr 2016 katalysierte die föderalistische Bewegung auf den Philippinen. Unter seiner Regierung wurde eine beratende Kommission aus führenden öffentlichen Intellektuellen gebildet, um eine neue Verfassung zu entwerfen, die die Verfassung von 1987 ersetzen sollte, die das Land auf dem Papier als Einheitsstaat kategorisiert. Der Entwurf, der als "Bayanihan"-Verfassung bezeichnet wurde, wurde schließlich Duterte zur Beratung vorgelegt und um ihn schließlich der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Debatten über eine neue föderale Verfassung haben sich jedoch verzögert, und die philippinische Politik bleibt zentralisiert und führerzentriert, wie man während der jüngsten Covid-19-Pandemie sehen konnte. Warum gibt es nur begrenzte Unterstützung für den Föderalismus unter den Eliten und der Öffentlichkeit auf den Philippinen? Wie hat Covid-19 den zentralisierten und unitarischen Charakter des Landes hervorgehoben? Welche Optionen gibt es für eine breitere Staatsreform in der Zukunft?

In the Philippines, the federalist initiative can be categorized as a relatively recent political project. The country has for the longest time adopted a strong central government that led to top-down governance. Critics have long pointed out that such concentration of power has led to the neglect of many areas in the country. The clamour was particularly loud especially from the southern part of the Philippines were a protracted civil war, essentially, arrested the development potential of a resource rich region. Recently, secessionist moves led by Islamic rebel groups have been toned down owing to a peace settlement signed under the administration of President Benigno Aquino III. The election of President Rodrigo Roa Duterte in 2016 catalyzed the federalist movement in the Philippines. Under his administration, a consultative commission composed of leading public intellectuals was formed to draft a new constitution to replace the 1987 constitution that on paper, categorizes the country as a unitary state. The draft document christened the “Bayanihan” constitution was eventually submitted to Duterte for his consideration and eventual endorsement to the public. However, debates on a new federal constitution have been delayed and Filipino politics remain centralized and leader-centric, as seen during the most recent Covid-19 pandemic. Why is there limited support for federalism amongst elites and the public in the Philippines? How has Covid-19 highlighted the centralized and unitary character of the country? What options exists for wider state reform in the future?