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„politicus“-Reportage
„Ich habe eine entwaffnende Aura“

Autorin/Autor: Anne Wildermann

Ein Tag mit Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (42). Bei den Kommunalwahlen, die am 8. März 2026 in Bayern stattfinden, tritt die CSU-Politikerin wieder an.

 

Frau mit Gruppe von Menschen, die ein Selfie macht

Albsteiger dokumentiert ihre Termine, die sie als Oberbürgermeisterin absolviert, für ihre Social Media-Kanäle wie die Wiedereröffnung einer Straßenbrücke, welche die Orte Holzheim und Finningen verbindet.

© Samuel Gumberger/HSS

Aus dem aktuellen „politicus“ 3/2025:

Eigentlich wollte Katrin Albsteiger Journalistin werden. Sie sei sogar Stipendiatin der journalistischen Nachwuchsförderung der Hanns-Seidel-Stiftung in München gewesen, sagt sie.

Und dreht sich vom Beifahrersitz des mitternachtsblauen BMW i4 zur Rückbank. Sie ist an diesem Tag Ende Oktober 2025 auf dem Weg zur Einweihung einer sanierten Straßenbrücke, die über die A7 führt und die beiden Orte Holzheim und Finningen wieder miteinander verbindet. Nur in den Herbst- und Wintermonaten wird sie wegen des schlechten Wetters zu den Terminen gefahren. Verständlich – denn an diesem Tag regnet und windet es ziemlich stark. „Im Sommer bin ich immer mit dem Fahrrad unterwegs“, erzählt Albsteiger.

Im Jour fixe bespricht Albsteiger mit Mitarbeitern der Verwaltung kleine Anliegen der Neu-Ulmer wie das Aufstellen eines zusätzlichen Mülleimers am Maxplatz am Donauufer.

© Samuel Gumberger/HSS

Letztlich führte der Weg die 42-jährige studierte Politikwissenschaftlerin nicht in eine Zeitungsredaktion, sondern ins Rathaus. Seit mehr als fünfeinhalb Jahren ist sie nun Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm und tritt für die kommende Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 erneut an. „Ich finde Wahlkampf richtig super“, sagt Albsteiger mit dieser lebendigen Stimme. Man komme in der Zeit mit vielen Menschen in Kontakt, treffe sie nicht in der Bürgerversammlung oder in der Ratssitzung, sondern bei einem Kaffeestammtisch oder beim Kürbisschnitzen. „Ich liebe solche Formate, weil sie nicht
so formell sind. Eben anders als das Tagesgeschäft.“ Bis März wird es fast keine Pause für Albsteiger geben, sie wird viel unterwegs sein, viele Hände schütteln, viel reden und viele Fragen beantworten. Nur zwischen Weihnachten und Silvester werde sie „ein wenig durchatmen können“.

Bürgermeisterwahl ist Persönlichkeitswahl 

Während einer Powerpoint-Präsentation erzählt Albsteiger Schülern vom hiesigen Lessing-Gymnasium und einer italienischen Gast-Schülergruppe etwas über die Stadtgeschichte Neu-Ulms.

© Samuel Gumberger/HSS

Bisher stehen zwei Herausforderer fest, die ebenfalls um den obersten Posten im Rathaus buhlen: je ein Kandidat von SPD und Grünen. Die Neu-Ulmer AfD hat bereits angekündigt, auch einen Oberbürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. „Ich habe Respekt vor den Herausforderern, weil ich sie als Menschen ernstnehme“, erklärt Albsteiger und sagt nachdenklich, dass die AfD im Wahlkampf versuchen werde, mit Polemik zu punkten und die Stimmung dadurch aufgewühlter werde. „Darauf muss man natürlich reagieren. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt einen AfD-Bürgermeister haben wollen“, betont sie.

Die ganze Reportage lesen Sie im aktuellen „politicus“ unter: https://tinyurl.com/35aep4j8
 

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