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Was treibt uns an?
Fragen zur Mobilität der Zukunft

Autorin/Autor: Karl Heinz Keil

Mobilität bewegt uns alle - buchstäblich. Es ist ein Thema, das Emotionen hervorruft. Leidenschaftlich wird politisch, aber auch gesellschaftlich über die Zukunft der Mobilität diskutiert und gestritten. Warum ist das so? Abstrakt betrachtet ist Mobilität für viele Menschen ein Ausdruck von Freiheit. Konkret spielt in fast allen Lebensbereichen die Erreichbarkeit von Orten eine große Rolle.

Prof. Dr. Torsten Busacker Professur für Verkehrsträgermanagement Hochschule München

Prof. Torsten Busacker (Hochschule München): "Mobilität ist Grundbedürfnis und Luxus zugleich - sie hat heute schon ihren Preis und wird auch künftig ihren Preis haben."

Hierzu gehört die Auswahl des Wohn- und Arbeitsortes genauso wie die Wahl der Einkaufsmöglichkeiten und der Freizeitaktivitäten. Wie wir den Wert vieler alltäglicher Annehmlichkeiten oft erst schätzen lernen, wenn sie nicht mehr da oder stark eingeschränkt sind, so erkennen wir den Wert von Mobilität erst dann, wenn wir zum Bleiben gezwungen sind. In Zeiten des Stillstands zeigt sich also die wahre Bedeutung der Mobilität – das hat die Corona-Krise mehr als deutlich gemacht.

Mobilität gilt als einer von zwölf Megatrends, wie sie das 1998 gegründete Zukunftsinstitut beschreibt. Der "Megatrend Mobilität" charakterisiert dabei die Veränderungen durch neue Produkte und Services sowie die künftige Nutzung von Verkehrsmitteln. Dieser Veränderungsprozess geht einher mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Fragen. Das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung gilt auch für das Thema Mobilität. Notwendig ist das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen.

Alexander Kreipl - Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher Leiter Verkehr/Technik/ Umwelt ADAC Südbayern e. V.

Alexander Kreipl (ADAC Südbayern e. V.): "Mobilitätswandel ja - aber nicht die Verkehrsträger gegeneinander ausspielen."

Das Auto als Sinnbild individueller Mobilität

Das gilt auch und besonders bei der aktuellen Diskussion um das Auto. Das Auto als Sinnbild individueller Mobilität polarisiert in der öffentlichen Debatte. Beispielhaft sei das Thema Antriebstechnologie genannt. Um den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht zu werden, soll der Verkehr und damit auch das Auto möglichst CO2-neutral und emissionsfrei werden. Darin sind sich die politischen Parteien auch weitgehend einig. Aber der Weg dorthin ist nicht klar. So ist das Ende des Verbrennungsmotors in der EU ab 2035 durchaus umstritten. Während eine Mehrheit eine batterieelektrische Zukunft des PKWs sieht , setzt die Union nicht alles auf eine Karte. Der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung und Europaabgeordnete Markus Ferber plädiert für einen „Einsatz für Technologieoffenheit und Planungssicherheit für die Industrie“. Was treibt uns also in Zukunft an? Gibt es eine E-Fuel-Strategie? Was ist Wasserstoff? Aus der Frage nach der Antriebstechnologie der Zukunft leiten manche nur eine Folgefrage ab: Wie können wir Verkehr umweltfreundlicher gestalten?

Wir müssen uns aber auch im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die ökonomische Frage nach Arbeitsplätzen und Wohlstand stellen und dürfen den sozialen Aspekt nicht vergessen: Was darf Mobilität Staat und Bürger kosten? Noch grundlegender ist die Freiheitsrechte tangierende Frage: Wie viel Individualverkehr brauchen wir?

Burkhard Hüttl Kommissarischer Geschäftsführer Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Landesgruppe Bayern

Burkhard Hüttl (VDV): "Bahn und Bus entlasten die Straßen, helfen beim Klimaschutz und fördern gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land."

Veranstaltungsreihe "Mobil in Bayern - Was treibt uns an?"

Daher diskutieren Verkehrsexperten in den kommenden Wochen auf regionalen Podien der Hanns-Seidel-Stiftung unter dem Titel „Mobil in Bayern – Was treibt uns an?“ diese wesentlichen Fragen unserer Mobilität. Dabei geht es aber nicht nur um das Auto, sondern auch um die Rolle des öffentlichen Verkehrs. Anhand von sechs Leitfragen sollen die große Zukunftsthemen der Verkehrspolitik erörtert werden.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme:

"Mobil in Bayern - was treibt uns an?" in Rosenheim am 16.3.23

"Mobil in Bayern - was treibt uns an?" in Landshut am 20.4.23

"Mobil in Bayern - was treibt uns an?" in Günzburg am 23.5.23

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Leiter: Karl Heinz Keil
Medien, Digitale Gesellschaft, Mobilität, Innovation
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