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Förderpreis für junge Liedermacher

Jeder Jahr verleiht die Hanns-Seidel-Stiftung e.V. den Förderpreis für junge Liedermacher an Singer/Songwriter und/oder Duos oder Bands. Die Musiker sind bis unter 40 Jahre jung und produzieren eigene, zumeist deutschsprachige Songs. Eine unabhängige Fachjury ermittelt aus allen Bewerbungen drei Preisträger, die sich über Auftritte beim renommierten Festival „Lieder auf Banz“ (inkl. Radio- und TV-Aufzeichnung des Bayerischen Rundfunks) und einen Förderbetrag für die nächsten Karriereschritte in Höhe von 5.000 Euro freuen dürfen.


Rückblick 2021/2022

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Herzliche Glückwünsche an @ALEXANDRA JANZEN, @Max Prosa und @GEORG AUF LIEDER! Die drei freuen sich nicht nur über das Preisgeld, sondern auch auf das Preisträgerkonzert und den Auftritt bei Lieder auf Banz 2022!

©HSS

Ein bärtiger Mann schaut melancholisch in die Ferne

Georg auf Lieder: Der ehemalige Straßenmusiker wurde auf dem Berliner Alexanderplatz entdeckt. Inzwischen hat er zwei Alben bei Universal veröffentlicht.

Ben Wolf

Georg auf Lieder (32)

www.facebook.com/georgauflieder

Wer zwischen 2011 und 2013 den Berliner Alexanderplatz überquerte, sah ihn vielleicht unter der Weltzeituhr stehen: Georg auf Lieder. Bemerkenswert nicht nur wegen seiner Kindheit zwischen Bolivien und Hamburg, bemerkenswert nicht nur wegen den wunderbaren, heimelig-bittersüßen Kompositionen seines dritten Albums „Georg auf Lieder“.

Zwei Jahre hat der heute 32-Jährige von der Straßenmusik gelebt – und das ausschließlich mit Eigenkompositionen. Entdeckt wurde er am Berliner Alex, veröffentlichte zwei Alben bei Universal, begleitete viele Künstler als Support (u.a. Milow, Rea Garvey, Amy MacDonald), spielte renommierte Festivals und gab eine Menge eigene Konzerte.

Als es 2016 finanziell schwierig wurde, verdiente er mit Wohnzimmerkonzerten Geld – über 400 Begegnungen mit Menschen aus jeder Ecke Deutschlands zählt er heute und will keine davon missen. Denn dass er mit Gitarrenkoffer und einem Hemd zum Wechseln jede Woche in die Bahn für einen Gig im Wohnzimmer steigt, macht ihn zu dem, wer er heute ist: Bodenständig, charmant, stimmlich brillant mit ganz viel Gefühl. Einer, der weiß, dass alles irgendwie immer weitergeht. Wir freuen uns, Georg auf Lieder kommendes Jahr im wohl größten Wohnzimmer der Liedermacher, der Klosterwiese auf Banz begrüßen zu dürfen.

Alexandra Janzen sitzt an einem Klavier. Sie trägt einen runden Hut.

Alexandra Janzen: Authentische, tolle Musik, vielfältige Texte und eine Stimme, die fesselt.

Jessika_Jaeger

Alexandra Janzen (39)  

www.alexandrajanzen.de

Was macht ein gutes deutschsprachiges Singer-Songwriter Album aus? Musikalisch und textlich-thematische Vielfalt, Authentizität und im besten Fall eine Stimme, die einen beim Hören zum Weiterhören inspiriert und fesselt. Das alles vereint das Solodebüt „Erinnerung an die Zukunft“ der Wahl-Berlinerin, die zuvor sechs Jahre lang Frontfrau einer Rockband war und mit viel Leidenschaft und Engagement ihr Album über eine Crowdfunding-Kampagne finanzierte.

Aus dem Alltag ausbrechen. Neue Wege gehen. Raus aus der Komfortzone! Das sind zentrale Botschaften ihrer Songs. Aber auch die Liebe und das Loslassen, die Freiheit des Einzelnen, die Gefühle von Hoffnung, Trauer, Schmerz und Freude thematisiert sie emotional. Hervorzuheben wäre der Song „Mauern“: Aktueller denn je richtet er sich an diejenigen, die sich zerrissen und verloren fühlen, einen inneren Mauerfall wollen und sich trauen, über sich hinaus zu wachsen.

Alexandra Janzen trifft vom Songwriting den Nerv unserer schnelllebigen Gesellschaft. „Mein Herz“ – ein Lied, dass einem temporären Pflaster für die verwundete Seele gleichkommt aber eine Ode an die Hoffnung ist. Von „hookigen“ Melodien über sehr sphärisch angelegte Songs. Die Musik von Alexandra Janzen trifft den Hörer da, wo sie landen sollte: Über die Gehörgänge ohne Umwege direkt ins Herz. Und wir sind der festen Überzeugung: 2022 auch in die Herzen der großen Banzer Liedermacherfamilie.

Ein junger, ernster Mann mit Hut steht vor einer unverputzten Wand.

Max Prosa: seine Musik ist nicht Mainstream. Vielleicht passt "lyrischer Folk-Rock“ oder „junger Songwriter-Pop“? Sein Stil erinnert an Dylan oder Cohen.

Sandra Ludwig

Max Prosa (32)

www.maxprosa.de

Seine letzten beiden Alben heißen „Mit anderen Augen“ und „Grüße aus der Flut“. Metaphern, die der Berliner Songpoet bewusst als Namensgeber wählte. Spiegeln sie doch, für jeden von uns nachvollziehbar, Reflexion aus gemachten Erfahrungen wieder. Im Fall von Max Prosa sind das seine mit Plattenfirmen und Managern in den letzten Jahren gemachten und die Erkenntnis daraus, sein künstlerisches Tun und Handeln wieder völlig losgelöst von vorgegebenen Strukturen selbst in die Hand zu nehmen.

Seine Musik geschieht eher abseits des Mainstreams. Sie lässt innehalten, durchatmen und befreit. Denn der Name „Prosa“ ist auch Programm. Klassisches Songwriting, inspiriert von Dylan, Cohen oder Reiser. Jedes Lied wird zu einer poetischen Wanderung, die oft an vergessene Orte und andere Zeiten erinnert. Es gab schon einige Versuche, die Musik von Max Prosa in branchenübliche Schubladen zu packen: von „lyrischer Folk-Rock“ über „junger Songwriter-Pop“ bis hin zu „neuem Rock“. In seinen Liedern steckt vor allem seine ganz eigene Kunst, mit Worten zu spielen und auch schwierige Themen lyrisch greifbar zu machen. Man darf gespannt sein, mit welchen bekannten und vor allem neuen Liedern er das Publikum 2022 auch auf Kloster Banz euphorisieren wird.


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Institut für Begabtenförderung
Isabel Küfer, M.A.
stv. Leiterin
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