USA und Kanada
- Förderung von transatlantischen Netzwerken
- Entgegenwirken einer potenziellen deutsch-amerikanischen Entfremdung
- Analyse und Verständigung auf gemeinsame Handlungsfelder zu Themen der internationalen Politik und Zukunftsherausforderungen wie Finanztechnologie, digitaler Wandel, Klimaschutz und gesellschaftspolitischer Instabilität
Projekt
Standort:
Washington, D.C.
Leitung:
Dr. habil Bernhard Seliger
Ziele:
- Vertiefung der deutsch-amerikanischen Partnerschaft sowie der transatlantischen Kooperation
- Förderung des Dialogs zwischen hochrangigen deutschen und amerikanischen Entscheidungsträgern zu relevanten Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur
- Kontaktausbau und -pflege mit Vertretern der US-Regierung, des Kongresses von internationalen Organisationen (Weltbank, Internationaler Währungsfond, usw.), Verbänden sowie Think Tanks, Universitäten und den Medien
- Durchführung von Konferenzen, Workshops und Roundtable-Veranstaltungen mit deutschen und amerikanischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft
- Erstellung fundierter Hintergrundberichte und Analysen zu aktuellen Fragen der amerikanischen Politik und der transatlantischen Beziehungen
- Unterstützung der öffentlichen Meinungsbildung zu Themen der deutsch-amerikanischen und transatlantischen Partnerschaft durch regelmäßige Veröffentlichung von Artikeln, Editorials und Interviews
Zielgruppen:
- Politiker, Wissenschaftler, Verwaltungsbeamte, Medienvertreter, Fachleute und Führungskräfte aus Deutschland und den USA
- Entscheidungs- und Einflussgruppen sowie Think Tanks
- Senatoren, Kongressabgeordnete, Mitglieder von Regionalparlamenten, Regierungsvertreter sowie EU-Entscheidungsträger
Kurzbeschreibung:
Die Polarisierung und Ideologisierung in der US-amerikanischen Gesellschaft haben weiter zugenommen. Das demokratische und republikanische Lager stehen sich großteils kompromissunfähig gegenüber; außenpolitisch setzt die neue Trump-Administration auf eine nationalistische und unilateralistische Agenda, die auf „America First“ basiert und multilaterale Strukturen weitgehend ablehnt. Stattdessen liegt der Fokus auf bilateralen Verhandlungen, der Betonung amerikanischer Souveränität und dem Global Yalta-Ansatz, der die Welt in Einflusssphären aufteilt. Dies führt zu deutlichen Spannungen mit traditionellen Bündnispartnern, einschließlich Europa und Deutschland.
Die Trump II-Administration sieht ihren Wahlsieg und die innenpolitischen Herausforderungen als Bestätigung für einen radikalen Kurswechsel in der US-Politik. Die kompromisslose Umsetzung einer Agenda zur Grenzsicherung, De-Regulierung, Anti-Klima-Politik, Abwicklung von Bundesbehörden und massiven Reduzierung der Staatsverschuldung vorangetrieben.
Die geopolitische und strategische Rivalität mit China bleibt ein zentrales Anliegen der Trump-Administration. Sie wird primär als wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Konflikt betrachtet, bei dem der Druck auf Verbündete steigt, sich klar zu positionieren. Russland wird von der Trump-Regierung zwar als Herausforderung betrachtet, aber der Umgang mit Moskau ist geprägt von inkonsistenten Signalen und einem unklaren strategischen Kurs. Unter der Führung Donald Trumps wächst der Druck auf Deutschland und Europa, eigene sicherheitspolitische Kapazitäten auszubauen und wirtschaftliche Eigenständigkeit zu fördern. Das Interesse der USA verschiebt sich zunehmend nach Asien, wobei Europa an Bedeutung für Washington verliert.
Ein Gespür für die Stimmungslagen in Amerika zu bekommen, Netzwerke zu bestimmenden Kräften in der amerikanischen Politik aufzubauen, Entwicklungen auch außerhalb Washingtons wahrzunehmen, das US-Hinterland bzw. Trump-Land in die transatlantische Dialogarbeit einzubinden, europäische und deutsche Handlungsoptionen zu stärken, berechtigte US-Erwartungshaltungen anzunehmen und an einem positiven Amerika-Bild festzuhalten – das sind die großen Aufgaben der nächsten Jahre.
Europa und die EU als Handlungseinheit werden immer mitgedacht. Die Einheit Europas ist deutsche Staatsräson und nur eine handlungsfähige und geeint auftretende EU wird sich im Konzert der Großmächte Gehör verschaffen.
Die Stiftungsprogramme sind geleitet von der Idee, dass starke transatlantische Bande ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik sind. Deutschland hat den Vereinigten Staaten viel zu verdanken. Die großen Probleme in einer Welt zunehmender Instabilität und neuer geopolitischer Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Dafür muss man sich besser verstehen, Verständnis für sich deckende und teilweise unterschiedliche Positionen entwickeln und das gemeinsame Handeln fördern. Mit dem Büro in Washington leistet die Hanns-Seidel-Stiftung dazu einen Beitrag.
Maßnahmen
- Diskussionen und Debatten mit deutschen und amerikanischen Entscheidungsträgern, Vertretern der Zivilgesellschaft und Journalisten
- Studienreisen für junge Multiplikatoren
- Fachtagungen mit Experten und Mandatsträgern
- Hintergrundgespräche in Parlamenten
- Studien und regelmäßige aktuelle Analysen aus Amerika
Partner
- Hudson Institute
- German American Business Council
- Potsdam Foundation
- German Marshall Fund of the US
- International Republican Institute
- Georgetown University
- American Institute for Contemporary German Studies
Kontakt
Ansprechpartner in den USA und Kanada
Leitung
Ansprechpartner in Deutschland
Sibel Öztürk-Bastanoglu
Leiterin
Themen des Projektbüros Nordamerika (Washington)
Podcasts
Externer Inhalt
Um Inhalte dieser Art (Quelle: domain.net) zu sehen, müssen Sie auf Akzeptieren klicken. Wir weisen darauf hin, dass durch das Akzeptieren dieses Iframes Daten an Dritte übertragen oder Cookies gespeichert werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie .The 2020 US elections have been referenced as the most important in the history of the United States, and the count has been closely followed around the world. In this special episode, we analyse what the close outcome means for Europe and the world with Dr. Daniel Twining, President of the International Republican Institute (IRI), and Ambassador Derek Mitchell, President of the National Democratic Institute (NDI). Featuring introductory remarks by Markus Ferber MEP, chair of the Hanns Seidel Foundation, on the importance of the United States for a stable world order, we will discuss the implications of the election for transatlantic relations and multilateralism, especially in the context of the pandemic, but also what the partisan divide means for US foreign policy.