Arbeit und Leistung müssen sich lohnen! Das Leitbild unserer Sozialen Marktwirtschaft
Podiumsdiskussion der Akademie für Politik und Zeitgeschehen
Das Sozialstaatsprinzip entwickelte sich aus dem gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft. Das Prinzip, die Freiheit des Marktes mit dem Prinzip des sozialen Ausgleichs zu verbinden, hat Deutschland nicht nur jahrzehntelang geprägt, sondern auch prosperieren lassen. Das Erfolgsrezept lag dabei im geschickten Austarieren beider Maxime. Doch genau dieser Ausgleich wird in letzter Zeit intensiv diskutiert: Haben wir aktuell zu viel Sozialstaat und zu wenig wirtschaftliche Freiheit? Diese Frage steht im Zentrum der aktuellen Reformdebatte. Denn unsere sozialen Sicherungssysteme haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Im Jahr 2024 lag das Sozialbudget bei 1.345 Milliarden Euro. Die Kosten für den Vollzug sind hier noch nicht eingerechnet. Das ist knapp ein Drittel unserer gesamten Wertschöpfung in Form des Bruttoinlandsproduktes. Gleichzeitig sind die Arbeitskosten so hoch wie nie. So hat der Gesamtsozialversicherungsbeitrag bereits 2023 die wichtige Marke von 40 Prozent überschritten und liegt mittlerweile bei 42,3 Prozent. Und das in einer wirtschaftlich herausfordernden Lage: Drei Jahre in Folge Rezession.
Vor diesem Hintergrund fragen wir uns: Wie steht es um die Grundidee der Sozialen Marktwirtschaft? Wo liegt der richtige Ausgleich zwischen Wirtschaft und Sozialstaat – festgemacht an den Themen Kosten der Arbeit, Anreize für Mehrarbeit und Fachkräftemangel? Können wir uns die Sozialsysteme in der bisherigen Form noch leisten? Belasten diese unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit?
Unsere Podiumsgäste sind die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, MdL; HSS-Vorsitzender Prof. Klaus Holetschek, MdL; Dr. Florian Dorn, MdB; IAB-Direktor Prof. Bernd Fitzenberger PhD und Sebastian Brehm, MdB a.D., Landesvorsitzender der Mittelstands-Union Bayern.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer Podiumsdiskussion.
16.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
16.10 Uhr Impulsvorträge
16.30 Uhr Podiumsdiskussion
17.30 Uhr Ende der Veranstaltung mit kleinem Stehempfang
Anmeldung bitte per E-Mail ref0207@hss.de unter Angabe des Veranstaltungstitels/Projektnummer 3/26/02/07/002 und Ihrer Adresse bis spätestens 09.07.2026.
Ihre Anmeldung gilt als angenommen, wenn Sie keine Absage erhalten. Bei Verhinderung bitten wir Sie — auch kurzfristig — um Nachricht. Eine Haftung bei An-/Rückreise sowie am Tagungsort kann von der Hanns-Seidel-Stiftung nicht übernommen werden.
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Wir weisen darauf hin, dass während der Veranstaltung fotografiert wird und Protokolle, auch mittels Ton- und Filmaufzeichnung, erstellt werden. Mit der Anmeldung erklären Sie Ihr Einverständnis für die unent-geltliche und freie Verwendung im Rahmen einer Tagungsdokumentation (Printmedien und ggf. Internet).
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