Autoritäre Alternativen zum liberalen westlichen Demokratiemodell? Zum neuen Selbstbewusstsein antidemokratischer Autokratien
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Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch des Sozialismus prognostizierte Francis Fukuyama die Demokratie einst als alternativloses Globalmodell der Geschichte.
Knapp 35 Jahre später scheint die Idee der Volksherrschaft hingegen nicht nur in der nicht-westlichen Welt massiv an Attraktivität und Überzeugungskraft eingebüßt zu haben, sondern droht gerade auch in ihren Herkunftsländern in Europa und den USA zum Auslaufmodell zu werden. In dieser Situation präsentieren sich antidemokratische Autokratien wie China, Russland, Saudi-Arabien oder Singapur nonchalant als politische Systeme, die der westlichen Idee der Demokratie überlegen und für die ökonomischen, ökologischen und politischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft besser gewappnet sind als die sich in einer „midlife crisis“ (David Runciman) befindliche Demokratie. Der Vortrag diskutiert jenen Anspruch der genannten Autokratien, versucht aber, ihn auf Basis eines unvoreingenommenen Systemvergleichs zurückzuweisen. Dazu wird die These entwickelt, dass sich die Demokratie in den kommenden Jahren als resilienter erweisen wird als es ein eher skeptischer Mainstream derzeit in Aussicht stellt.
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