Grauzone Rotlicht: Legalität - Realität - Menschenwürde
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Das Rotlicht-Milieu wird in unserer Gesellschaft nur ungern öffentlich thematisiert. Denn viele Geschäfte, die dort tagtäglich stattfinden, liegen in den Händen von Zuhältern, Menschenhändlern und der organisierten Kriminalität – und bewegen sich in einer rechtlichenund moralischen Grauzone. Seit 25 Jahren arbeitet das Aktionsbündnis gegen Frauenhandel daran, diese Grauzone sichtbar zu machen. Es will Bewusstsein dafür schaffen, dass auch im legalisierten Prostitutionsmarkt in Deutschland sexuelle Ausbeutung geschieht – vor allem von jungenFrauen und Mädchen. „Die Würde der Frau ist antastbar – Handel mit osteuropäischen Frauen“ lautete 2000 der Titel der ersten Tagung des Bündnisses. Damit machten die Veranstalter auf die skandalöse Verletzung der Menschenwürde in der Prostitution aufmerksam. Auch heute stammennach Angaben des Statistischen Bundesamts die meisten Frauen in deutschen Bordellen, Clubs, Wohnungen oder auf dem Straßenstrich aus osteuropäischen Ländern. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat sich jedoch weiterentwickelt. Heute stehen neben politischen und juristischen Fragen auch sozialwissenschaftliche und ethische Aspekte im Vordergrund. Zunehmend rückt zudem die europäische Dimension in den Blick:Frauenhandel und Prostitution machen nicht an Grenzen Halt, sondern sind Teil eines transnationalen Marktes. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschenwürde im Rotlicht – national wie europäisch – geschützt werden kann. Diesen Fragen widmet sich die diesjährige Fachtagung „Grauzone Rotlicht: Legalität – Realität – Menschenwürde“, veranstaltet von der Hanns-Seidel-Stiftung, Renovabis und dem Aktionsbündnis gegen Frauenhandel in Bayern. Dazu laden wir Sie herzlich ein!
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