Im Gespräch mit . . . Niklas Zillig
„Eine der besten Entscheidungen meines Studiums“: Niklas über das journalistische Förderprogramm der HSS
Niklas Zillig schätzt besonders die Vielseitigkeit der Seminare, die im Rahmen des Förderprogramms angeboten werden.
Nikla; Niklas Zillig
HSS: Was hat dich motiviert, dich für das journalistische Förderprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung zu bewerben?
Niklas Zillig: Die Initiative kam eigentlich nicht von mir selbst, denn mein Professor an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, der zugleich Vertrauensdozent der HSS ist, machte mich während meines Bachelorstudiums auf das Stipendium aufmerksam. Er hat das Programm immer in den höchsten Tönen gelobt – seine Überzeugungskraft war letztlich ausschlaggebend. Was mich dann wirklich gereizt hat, war die Möglichkeit, journalistisches Handwerk systematisch zu lernen und gleichzeitig Teil eines Netzwerks zu werden. Ich wollte nicht nur schreiben lernen, sondern auch verstehen, wie man Geschichten erzählt, moderiert und komplexe Themen aufbereitet. Die Verbindung aus Praxis, Theorie und persönlicher Weiterentwicklung hat mich von Anfang an überzeugt. Heute, vier Jahre später, kann ich sagen: Es war eine der besten Entscheidungen während meines Studiums.
HSS: Welche Erfahrungen im Programm haben dich bisher journalistisch am meisten weitergebracht?
Niklas Zillig: Ich glaube, mich hat das Gesamtpaket am meisten weitergebracht – nicht ein einzelnes Seminar, sondern die Vielfalt der Angebote. Mittlerweile habe ich nahezu alles einmal gesehen: von der Fernsehakademie über Podcast-Produktion bis hin zu Moderationsworkshops. Besonders wertvoll fand ich die große Auswahl an Seminaren. Neben journalistischen Weiterbildungen gab es auch die Möglichkeit, Seminare aus anderen Referaten der HSS zu besuchen. Die Studienreise nach Straßburg hat meine Perspektive auf die EU und unsere Rolle als Journalisten darin deutlich erweitert. Auch die Möglichkeit, selbst eine Veranstaltung mit prominenten Gästen zu moderieren, war eine unglaubliche Lernerfahrung. Ich kann nur empfehlen, sich auf die ganze Breite des Programms einzulassen und nicht nur das Naheliegende aus dem eigenen Spezialgebiet mitzunehmen.
HSS: An welchem eigenen Beitrag oder Projekt, das im Rahmen des Programms entstanden ist, bist du besonders gewachsen – und warum?
Niklas Zillig: Das Projekt, das mich am meisten gefordert und geprägt hat, war die Social-Media-Betreuung bei „Lieder auf Banz“, einem Event der Stiftung. Wir waren ein kleines Team und haben den Account vor Ort bespielt. Am ersten Tag ist uns das ein oder andere durchgerutscht, weil wir noch nicht richtig im Flow waren. Je intensiver wir aber gearbeitet haben, desto klarer wurde, welche Formate funktionieren und welche nicht. Das hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, die Konventionen der üblichen journalistischen Formate auch mal zu brechen und mehr „out of the box“ zu denken. Gerade bei Social Media braucht man eine andere Dynamik, eine andere Sprache, mehr Mut als im klassischen Print oder Fernsehen. Diese Erkenntnis nehme ich für meinen weiteren Weg mit – egal ob im journalistischen Bereich oder in einem anderen. Das Projekt hat mir Mut gemacht, Dinge auszuprobieren, auch wenn sie nicht sofort perfekt laufen.
Erfahren Sie mehr über das journalistische Förderprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung.
Lesen Sie das Interview mit Serafina Heerling, Stipendiatin des journalistischen Förderprogramms.
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