104. Katholikentag in Würzburg
„Hab Mut, steh auf!“
Dr. Markus Söder, MdL, Bayerischer Ministerpräsident; Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung; Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.; Hendrik Wüst, MdL, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen; Bischof Heiner Wilmer, SCJ, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
HSS und KAS stärken Dialog für Demokratie, christliche Werte und Zusammenhalt
„Hab Mut, steh auf!“ – unter diesem Motto fand vom 13. bis 17. Mai 2026 der 104. Katholikentag in Würzburg statt. Anlässlich des Katholikentages hatten die Hanns-Seidel-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Wissenschaft und Presse zu einem gemeinsamen Empfang in die Residenz in Würzburg eingeladen.
Die Festreden des Empfangs hielten der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, MdL, und der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Markus Söder, MdL. Grußworte sprachen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Heiner Wilmer, und die Präsidentin der Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Irme Stetter-Karp.
Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer, sprach in ihrer Begrüßung über die enge Verbindung Konrad Adenauers zum christlichen Glauben. Zugleich betonte sie den Mut, den Konrad Adenauer aus seinem Glauben ziehen konnte, Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufzubauen. Der HSS-Vorsitzende Markus Ferber, MdEP, machte auf die zunehmende Radikalisierung in Deutschland und in Europa aufmerksam und erklärte, dass das Motto des Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ auch mit Blick auf diese Entwicklung richtig gewählt sei. Mut bedeute auch, so Ferber, für die Demokratie und die damit einhergehenden Werte aufzustehen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte in seiner Rede die Rolle von Kirchen, Religionsgemeinschaften und politischen Stiftungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und rief zugleich zu einer klaren Position gegen Populisten und Extremisten auf. Ministerpräsident Wüst erklärte: „Politische Stiftungen sind wichtige Pfeiler der Demokratie. Sie fördern eine aufgeklärte, kritische Haltung und ermutigen zu zivilgesellschaftlichem Engagement und politischem Handeln. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Populisten und Extremisten den Nährboden zu entziehen, ist unser aller Aufgabe: des Staates wie der Zivilgesellschaft. Auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften sind hier gefragt. So verstehe ich auch das Motto dieses Katholikentags ‚Hab Mut – steh auf!ʻ: Zu unserem Glauben stehen und zentrale christliche Werte verteidigen. Sich gemeinsam gegen Populisten und Extremisten stellen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt festigen. Nicht passiv bleiben, sondern aktiv handeln. Vielen Dank den Kirchen und Stiftungen für den wichtigen Schulterschluss. Lassen Sie uns in unseren gemeinsamen Bemühungen nicht nachlassen.“
Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, würdigt Glauben, Ehrenamt und Laien in der Kirche
Der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Markus Söder, MdL, betonte die Rolle des Glaubens in herausfordernden Zeiten und die große Bedeutung von Laien in der Kirche. Er sagte: „Bayern und Franken sind gerne Gastgeber des 104. Katholikentags in Würzburg. ‚Hab Mut, steh aufʻ lautet das passende Leitwort. Denn gerade in Zeiten von Zweifeln, Krisen und Dunkelheit ist der Glaube umso wichtiger. Er ist Mutmacher und gibt Halt. Aus christlicher Verantwortung entstehen Mitgefühl, Hilfe und Zusammenhalt. Auch Kirche muss sich immer stärker bewähren. Aber dieser Katholikentag zeigt auch: Der Glaube lebt! Kirche ist präsent und steht in der Mitte der Gesellschaft - und zu den Werten, die unser Land formen. Bayern ist ein christlich-abendländisch geprägtes Land. Der Freistaat gibt ein klares Bekenntnis ab: zum Kreuz, zum Lebensschutz, zu christlichen Feiertagen, zum Konkordat und zum Religionsunterricht. Unser besonderer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die diesen Katholikentag mit großem Einsatz möglich machen. Gerade die Laien sind eine gewichtige Stimme in der Kirche und unverzichtbar für das lebendige Miteinander des Glaubens.“
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Heiner Wilmer SCJ, machte in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts und von Europa als Wertegemeinschaft aufmerksam. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Dr. Irme Stetter-Karp betonte, wie wichtig Solidarität in herausfordernden Zeiten sei.
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Referentin für Kirchen und Religionsgemeinschaften der Konrad-Adenauer-Stiftung