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Sophie Scholl – zum 100. Geburtstag

Was hat sie den Menschen heute zu sagen?

„Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele, nur wagen sie nicht, es auszusprechen.“  
Sophie Scholl

Am 22. Februar 1943 in der Gerichtsverhandlung gegen Sophie Scholl, im Schwurgerichtssaal des Münchner Justizpalastes

Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Diesen Jahrestag wollen wir nutzen, um das Vermächtnis des gewaltlosen Widerstands der Weißen Rose gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus in den Blick zu nehmen. Getreu dem Selbstverständnis der Hanns-Seidel-Stiftung „Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung“ soll dabei die bleibende Bedeutung des Lebens und Wirkens von Sophie Scholl in einer Welt im Zentrum stehen, die immer stärker von anti-demokratischen Kräften beeinflusst wird.

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten möchten mit den unten vorgestellten Arbeiten sowohl zum Gedenken an Sophie Scholl als auch der Aktualisierung ihres Vermächtnisses beitragen. 

Videobotschaft des Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung

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„Zivilcourage bedeutet, zu erkennen, dass die eigene Freiheit nur so viel wert ist wie die Freiheit der anderen. In diesem Sinne zu handeln, ist die Aufgabe, die sich aus unserer historischen Verantwortung heraus ergibt. Ich bitte Sie, diese Verantwortung anzunehmen und Zivilcourage als Aufgabe anzusehen, die wir alle aus dem Lebenswerk Sophie Scholls mittragen können."
Markus Ferber, MdEP, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung


Der Mensch hinter dem Mythos - eine Woche mit Sophie Scholl

Eine Woche Sophie Scholl. Unsere Stipendiatengruppe nahm diesen Leitsatz als Grundlage für ihren Beitrag zum Projekt „Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl“. Ein Wochentag repräsentiert einen Aspekt aus dem Leben von Sophie Scholl. Jedes Gruppenmitglied wählte einen Aspekt aus und gestaltete einen Post und Stories. Die behandelten Themen reichten von Sophie Scholl in ihrer Kindheit und Jugend bis hin zum NS-Unrechtsstaat, vom welchem letztlich das Todesurteil gegen sie ausgesprochen wurde. Die verwendeten Bilder der Posts in der Themenwoche vom 13. bis zum 19. September 2021 hatten einleitende Funktionen, die Texte behandelten dann ausführlich den vorgestellten Aspekt aus dem Leben von Sophie Scholl. Abseits von gemeinsam festgelegten Leitlinien konnte jedes Gruppenmitglied ihren Projektteil individuell gestalten und den eigenen Stil verwirklichen.

Der gemeinsame Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollte vielmehr Eindrücke geben, was Sophie Scholl kennzeichnete und in welcher Zeit sie lebte, um der Motivation für ihr bemerkenswertes Engagement näher zu kommen. Wir hoffen, Impulse zum Nachdenken geliefert zu haben und freuen uns auf die Reaktionen zu unserem Projekt.

„Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen.“
Sophie Scholl

Sophie Scholl Antwort auf die Abschlussfrage, ob sie "nicht doch zu der Auffassung gekommen [sei], dass [ihre] Handlungsweise und das Vorgehen gemeinsam mit Ihrem Bruder und anderen Personen gerade in der jetzigen Phase des Krieges als ein Verbrechen gegenüber der Gemeinschaft insbesondere aber unserer im Osten schwer und hart kämpfenden Truppen anzusehen ist, das die schärfste Verurteilung finden muss."
Auszüge aus den Verhörprotokollen, Februar 1943; Bundesarchiv Berlin, ZC 13267, Bd. 3. Online unter bpb.de


Spurensuche in Ulm - ein virtueller Stadtrundgang

Im Frühjahr 1932 zog die Familie Scholl von Ludwigsburg nach Ulm. Von da an verbrachte Sophie Scholl, damals zehn Jahre alt, bis zu ihrem Umzug 1942 nach München ihre Kindheit und Jugend in Ulm.

In dieser Zeit durchlebte Sophie Scholl einen Wandel - von einer Phase der Begeisterung für den Nationalsozialismus - dem Vaterland, der Kameradschaft, Volksgemeinschaft und Heimatliebe - hin zu der Abneigung gegen das wahre Gesicht ebenjenes zu Zeiten des NS-Regimes. Die von ihrem Elternhaus mitgegebenen Werte und ihr Glaube rückten wieder stärker in den Vordergrund.

„Ich drücke mein Gesicht an seine dunkle, warme Rinde und spüre Heimat - und bin so unsäglich dankbar in diesem Augenblick.“
Sophie Scholl

Mit diesem digitalen Citywalk wollen wir, Stipendiatinnen und Stipendiaten der Gruppe Ulm/Neu-Ulm, die einzelnen Stationen von Sophie Scholls Jugend näher beleuchten. Ihre Erziehung, ihre Zeit im BDM, Dinge, die sie geprägt haben und auch die Spuren, die sie in Ulm hinterlassen hat. Ob vor Ort oder virtuell - ein Abstecher zu diesen Orten lohnt sich in jedem Fall. mehr ...


Weiblicher Widerstand gegen Hitler - ein Podcast

Die Liste der bekannten NS-Widerstandskämpfer ist lang:  Graf von Stauffenberg, Dietrich Bonhöfer, Georg Elser und andere, alles Männer. Sophie Scholl ist eine Frau und damit in dieser Reihe einzigartig. Auch die Unterstützer der Weißen Rose sind überwiegend männlich. In diesem Podcast beleuchten wir die gesellschaftliche Stellung der Frau im Nationalsozialismus und speziell das Leben und Wirken von Sophie Scholl. Dazu sprechen wir mit der Scholl-Biographin Maren Gottschalk und der Historikerin Isabel Rohner. Durch den Podcast führen die HSS-Stipendiaten Sophia Maier und Ahmet Bekisoglu.

„Brave, herrliche junge Leute! Ihr seid nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein“
Thomas Mann

Über die Mitglieder der Weißen Rose, Radiorede an deutsche Hörer vom 27. Juni 1943


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Leiterin Dr. Jutta Möhringer
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Leiterin:  Dr. Jutta Möhringer
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