Franz Josef Strauß-Preis 2025 geht an Maia Sandu
Stimme für Europa
Maia Sandu, Präsidentin der Republik Moldau, wird heute den Franz Josef Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung entgegennehmen.
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Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung Sandus herausragendes Engagement für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die europäische Integration ihres Landes. Als erste Frau im höchsten Staatsamt der Republik Moldau hat sie in schwierigen geopolitischen Zeiten konsequent einen proeuropäischen Reformkurs eingeschlagen.
Die Festrede hält der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, die Laudatio übernimmt Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags.
Für die musikalische Umrahmung sorgen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung mit klassischen Werken von Händel und Wagner.
Mit Maia Sandu ehrt die Hanns-Seidel-Stiftung eine Persönlichkeit, die für eine neue politische Kultur in Osteuropa steht – geprägt von Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und europäischer Orientierung.
Für Frieden, Freiheit und Recht
Der Franz Josef Strauß-Preis erinnert an das politische Vermächtnis des Namensgebers. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für Frieden, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und internationale Verständigung einsetzen.
Das entschlossene Eintreten Maia Sandus für rechtsstaatliche Prinzipien, ihre klare Haltung gegenüber äußerer Einflussnahme sowie ihre Führungsstärke in politisch schwierigen Zeiten machen sie zu einer der prägendsten politischen Persönlichkeiten unserer Zeit.
Markus Ferber, MdEP und Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, würdigt die Preisträgerin:
„Maia Sandu steht exemplarisch für eine neue politische Kultur in Osteuropa – geprägt von Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und einer konsequenten Ausrichtung an demokratischen Werten. Ihre Amtsführung vereint Integrität mit strategischer Weitsicht und einem klaren Bekenntnis zur europäischen Zukunft der Republik Moldau.“
Preisgeld fließt in Erhalt moldauischer Kultur
Das mit 10.000 Euro dotierte Preisgeld setzt Maia Sandu für den Erhalt der Werke von Eugen Doga ein – einem der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten ihres Landes, der Anfang Juni im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Doga galt als kultureller Brückenbauer und zentrale Figur des musikalischen Erbes in Südosteuropa.
Die Republik Moldau
Das südosteuropäische Land Moldau zählt rund 2,5 Millionen Einwohner und grenzt im Westen an Rumänien und damit an die Europäische Union. Das Land entstand 1991 nach Auflösung der Sowjetunion. Seit 2022 ist Moldau ein EU-Beitrittskandidat, die Beitrittsverhandlungen begannen im Juni 2024.
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