Europe and Africa in Global Power Shifts
Geschlossene Veranstaltung.
Die globale geopolitische Ordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der sich in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich weiter beschleunigen wird. Macht verschiebt sich zunehmend von einer kleinen Gruppe dominanter Staaten hin zu einer breiteren, multipolaren Struktur. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob sogenannte „middle powers“ wie Indien sowie Schwellenländer wie Südafrika über die materiellen Kapazitäten verfügen, um tatsächlich bedeutenden Einfluss auszuüben.
Denn die Großmachtkonkurrenz – also der strategische Wettbewerb zwischen den USA, China und in gewissem Maße auch Russland um politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss – nimmt weiter zu. Parallel dazu verändert sich die Rolle externer Akteure in Afrika: Neue Partner, insbesondere aus dem Nahen Osten, gewinnen an Bedeutung, während der Wettbewerb um Einfluss und Ressourcen auf dem afrikanischen Kontinent seit vielen Jahren im vollen Gange ist.
Eine neue Forschungsinitiative zwischen der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), dem afrikanischen Institute for Security Studies (ISS), Megatrends Afrika (eine Kooperation zwischen der Stiftung Wissenschaft und Politik, dem German Institute of Development and Sustainability sowie dem Kiel Institut für Weltwirtschaft) und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wird sich in diesem Jahr mit den langfristigen Auswirkungen dieses Wandels auf die Beziehungen zwischen Afrika und Europa befassen. Im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen sowie durch konkrete Handlungsempfehlungen werden globale Machtverschiebungen und deren Auswirkungen auf Sicherheit, Handel sowie die Entwicklungs- und wirtschaftliche Zusammenarbeit analysiert.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die Auftaktveranstaltung am 14. April 2026 in Berlin und online den langfristigen strukturellen Veränderungen in den internationalen Beziehungen – mit besonderem Fokus auf die sich wandelnden Dynamiken zwischen Europa und Afrika.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
Welche Akteure werden künftig die globalen Machtverhältnisse prägen und wie wird Macht verteilt sein? Wie verändern sich die Beziehungen zwischen Europa und Afrika im Kontext dieser Entwicklungen? Welche Auswirkungen ergeben sich daraus für die deutsche Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit? Wie kann eine partnerschaftliche, zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen beiden Kontinenten gestaltet werden – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender strategischer Optionen afrikanischer Staaten?
Sprechen werden:
- Dr. Wolfgang Stefinger, Mitglied des Deutschen Bundestags sowie Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutschland
- Colin Meisel, Director of Analysis, Frederick S Pardee Institute for International Futures, Josef Korbel School of Global an Public Affairs, University of Denver, USA
- Priyal Singh, Senior Researcher, Institute for Security Studies, Pretoria, Südafrika
- Linda Lochner, Researcher, Kiel Institut für Weltwirtschaft und Megatrends Afrika, Deutschland
- Heike Bergmann, Senior Vice President Sales Africa, Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG und Stellvertretende Vorsitzende der Subsahara Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI), Deutschland
- Hanns Bühler, Auslandsmitarbeiter der Hanns-Seidel-Stiftung, Südafrika
Anmeldung unter:
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
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