Mit einiger Verspätung steht nun das vorläufige Endergebnis der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Namibia fest: Die SWAPO-Partei, die seit der Unabhängigkeit Namibias im Jahr 1990 regiert, sicherte sich laut vorläufigen Endergebnis 53,38 % der Stimmen und bleibt mit 51 von 96 Parlamentssitzen weiterhin stärkste Kraft. Allerdings verlor sie im Vergleich zur letzten Wahl 2019 zwölf Prozentpunkte und hat innerhalb eines Jahrzehnts 26 Sitze an die Opposition abgeben müssen.
Die Präsidentschaftswahl gewann Netumbo Nandi-Ndaitwah (SWAPO) mit 58 % der Stimmen klar und ist damit die erste Frau an der Spitze der noch jungen Demokratie. Ihr Hauptkonkurrent Dr. Panduleni Itula von der Independent Patriots for Change (IPC) erreichte 26 %. Die IPC erzielte zudem 21,21 % der Stimmen und wird mit 20 Sitzen die Rolle der Oppositionsführerin übernehmen. Der bisherige Oppositionsführer McHenry Venaani vom Popular Democratic Movement (PDM) musste herbe Verluste hinnehmen; seine Partei fiel von 16,65 % auf 5,48 % und errang nur noch fünf Parlamentssitze.
Im linken Spektrum konnten Affirmative Repositioning (AR) und das Landless People's Movement (LPM) sechs beziehungsweise fünf Sitze gewinnen. Sieben kleinere Parteien werden künftig jeweils mit einem Sitz im Parlament vertreten sein.



