Treffen unter Freunden: Seit 30 Jahren sind Bayern und die südafrikanische Provinz Westkap freundschaftlich miteinander verbunden. CSU-Landtagsabgeordnete reisten nun in die Partnerprovinz, um sich mit Alan Winde, dem Ministerpräsidenten von Westkap, über die fast 30-jährige Zusammenarbeit, auszutauschen. Die Delegation wurde von Thomas Huber, MdL, Vorsitzender des Arbeitskreises Arbeit und Soziales, und Holger Dremel, MdL, Vorsitzender des Arbeitskreises Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport geleitet.
CSU-Delegation zu Gast in Südafrika
Brückenbauer für soziale Sicherheit
Die bayerische Delegation mit den Gastgebern vor dem Bayerischen Haus der Hope-Foundation in Delft
© HSS
Südafrika – wichtigster Investitionsstandort auf dem Kontinent
Südafrika, insbesondere die Provinz Westkap, ist der wichtigste Investitionsstandort bayerischer und deutscher Unternehmen in Afrika, G20 Mitglied und Führungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent. Zugleich ist Südafrika ein wichtiger Rohstofflieferant. Seit über 100 Tagen hat Südafrika erstmals in seiner demokratischen Geschichte eine Koalitionsregierung, die bei Wirtschaft und internationalen Partnern Optimismus auslöst. Gleichzeitig steht das Land aber nach wie vor vor großen Herausforderungen: insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit und Gewaltkriminalität müssen zielgerichtet bekämpft werden.
Im Gespräch zwischen Ministerpräsident Winde und den Landtagsabgeordneten wurden vor allem die Gemeinsamkeiten zwischen Bayern und dem Westkap deutlich: So wie Bayern in Deutschland zähle die Provinz Westkap in Südafrika zu den Wirtschaftsmotoren, sagte Thomas Huber, MdL. Die Provinz sei Wunschdestination vieler Menschen auf dem Kontinent und bei Touristen besonders beliebt. Und sie sei die Region in Südafrika, in der der Dienstleistungssektor im landesweiten Vergleich am besten funktioniere. „Es fühlt sich an wie unter Freunden“ formulierte der Ministerpräsident und machte sogleich deutlich, wo die Schwerpunkte seiner Politik liegen: „Schaffung von Jobs, Sicherheit und soziale Kohäsion“. Drei Themenschwerpunkte, die seit vielen Jahren im Fokus der vertrauensvollen Partnerschaft zwischen Bayern und dem Westkap stehen. An diesen Themenschwerpunkten war auch das weitere Dialogprogramm der Landtagsabgeordneten ausgerichtet. Die Gespräche mit Dr. Ivan Meyer, Minister für Landwirtschaft, wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus, mit Anton Bredell, Minister für lokale Selbstverwaltung, mit dem Kapstädter Bürgermeister Geordin Hill-Lewis und dem Erzbischof von Kapstadt Kardinal Brislin konzentrierten sich auf gemeinsame Initiativen zur Stärkung der Sicherheit und der lokalen Regierungsstrukturen, der Zusammenarbeit bei sozialen Projekten sowie der Förderung des Wirtschaftswachstums. Dass die Provinz Westkap landesweit die niedrigste Arbeitslosigkeit vorzuweisen hat, im Dienstleistungsbereich des Staates am besten abschneidet und innovativen Ideen zur Kriminalitätsbekämpfung vorzuweisen hat, sei auch eine Bestätigung dafür, dass Bayern und das Westkap in den vergangenen 30 Jahren die richtigen Schwerpunkte gesetzt hätten, so Thomas Huber, MdL
Holger Dremel (rechts), MdL, Vorsitzender des Arbeitskreis Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport, mit Jugendbeamten der Stadt Kapstadt bei einer Brennpunktschule in Delft, einem von Gewalt geprägten Vorort von Kapstadt
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Gewaltprävention für soziale Sicherheit
In Delft, einem gefährlichen Hot Spot der Gewalt nahe Kapstadt, gewannen die Abgeordneten einen besonderen Einblick in die Lebensrealität vieler Südafrikaner. In den Pilotprojekten der Hanns-Seidel-Stiftung zur Kriminalitätsbekämpfung in Hot Spots, wo mit bayerischer Unterstützung die Polizei verstärkt präsent ist, ist die Schwerstkriminalität in den vergangenen Monaten um 12% gesunken. Holger Dremel, MdL, machte deutlich, dass die Zusammenarbeit auch im Interesse Bayerns und Deutschlands stehe. Afrika, Südafrika und insbesondere das Westkap, würden in Zukunft weiter an Bedeutung für die deutsche und bayerische Industrie gewinnen. Ein funktionaler Rechtsstaat und Sicherheit für Unternehmen und deren Mitarbeiter seien wichtige Entscheidungskriterien für Investitionen. Im Bayerischen Haus der Hope Foundation in Delft unterstützt Bayern berufliche Bildungsinitiativen, während die Hanns-Seidel-Stiftung Gewaltpräventionsprojekte in Schulen und für Kleinkinder implementiert. Dies zeigt den vernetzten bayerischen Ansatz bei der Zusammenarbeit mit den Partnerprovinzen.
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