Hanns Seidel Stiftung in Bosnien-Herzegowina
Projekte, Partner und Engagement für Demokratie und Entwicklung
Die Hanns-Seidel-Stiftung ist seit April 2023 in Sarajevo und damit in Bosnien und Herzegowina aktiv. Sie fördert die politische Bildung und leistet einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Prozesse. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung des volksgruppenübergreifenden Dialogs und die Vernetzung, insbesondere unter jungen Menschen.
Unsere Arbeit in Bosnien-Herzegowina
Ziele:
- Förderung des volksgruppenübergreifenden und regionalen Dialogs und der Vernetzung insbesondere bei der jungen Generation
- Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements zur Stabilisierung der demokratischen Prozesse
Zielgruppen des Projektes sind:
Schüler, Studenten und junge Erwachsene, die sich gesellschaftlich und/oder politisch engagieren bzw. generell zivilgesellschaftlich interessiert sind und sich einbringen wollen,
politisch und gesellschaftlich interessierte Repräsentanten der Zivilgesellschaft
Multiplikatoren aus Politik und Gesellschaft.
Dabei soll ein Fokus auf die strukturschwächeren und in vielerlei Hinsicht benachteiligten Kantone und Gemeinden gelegt werden, in denen in größerer Zahl mehrere Ethnien zusammenleben.
Kurzbeschreibung:
Die Hanns Seidel Stiftung ist die jüngste deutsche politische Stiftung in Bosnien und Herzegowina. In einem Land, das auch Jahrzehnte nach dem Krieg und dem Daytoner Friedensabkommen von komplexen gesellschaftlichen und politischen Strukturen geprägt ist, hat die Stiftung ihren Schwerpunkt bewusst auf junge Menschen gelegt – auf eine Generation, die den Krieg nicht selbst erlebt hat und zu einem großen Teil nach „Dayton“ geboren wurde.
Gerade diese Generation bietet eine besondere Chance für Veränderung. Junge Menschen können bestehende Grenzen und Denkmuster überwinden, neue Perspektiven einbringen und zu Impulsgebern für eine positive Entwicklung des Landes werden. Die Hanns Seidel Stiftung möchte sie dabei unterstützen, Verantwortung zu übernehmen, kritisch zu denken und sich aktiv in gesellschaftliche und politische Prozesse einzubringen.
Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Jugendorganisationen und -räten, Bildungseinrichtungen, Ministerien und weiteren Partnern setzt die Stiftung konkrete Projekte um. Durch die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen und die Vermittlung praktischer Kompetenzen schafft sie Räume, in denen junge Menschen eigene Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und die Zukunft Bosnien und Herzegowinas aktiv mitgestalten können.
Maßnahmen
Volksübergreifender und regionaler Dialog
Ein Hauptfokus der Projektarbeit liegt auf einem alle Volksgruppen im Lande einbeziehenden Dialog. Dabei soll sichtbar werden, welche Themen die jungen Menschen bewegen, welche Wünsche und Anliegen sie an die Politik haben und vor allem, welche Visionen sie für ein modernes und zukunftsfähiges Bosnien-Herzegowina entwickeln. Ziel ist es, einen offenen und möglichst ungefilterten Austausch zu ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Anknüpfungspunkte für den weiteren gesellschaftlichen Dialog zu schaffen.
Demokratische Teilhabe
Die politische und gesellschaftliche Entwicklung Bosnien und Herzegowinas ist weiterhin von komplexen institutionellen Strukturen, gesellschaftlicher Fragmentierung und einer teilweise geringen politischen und gesellschaftlichen Beteiligung geprägt. Gleichzeitig spielt die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle bei der Entwicklung demokratischer Strukturen und einer aktiven Bürgergesellschaft. Hier setzt die Projektarbeit an: Sie möchte die Zivilgesellschaft stärken und insbesondere junge Menschen dazu ermutigen, früh Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in gesellschaftliche und politische Prozesse einzubringen.
Durch geeignete Austausch- und Veranstaltungsformate werden junge Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kontexten miteinander vernetzt. Dabei werden Kompetenzen wie kritisches Denken, Medienkompetenz, Argumentation, Rhetorik und Verhandlungsführung gestärkt. Auch der Umgang mit Desinformation, Hassrede und Künstlicher Intelligenz wird thematisiert. Der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Medien eröffnet zusätzliche Perspektiven und ermöglicht einen Blick über das eigene Umfeld hinaus.
Zivilgesellschaftliches Engagement
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement. Junge Menschen sollen ermutigt werden, eigene Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und sich bereits früh für ihr gesellschaftliches Umfeld einzusetzen. Durch die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Jugendorganisationen, Jugendräten, Bildungseinrichtungen und Ministerien sollen nachhaltige Netzwerke entstehen und konkrete Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe geschaffen werden. Damit leistet die Projektarbeit einen Beitrag zu einer offenen, partizipativen und inklusiven Gesellschaft und stärkt junge Menschen darin, ihre Stimme zu erheben und die Zukunft Bosnien und Herzegowinas aktiv mitzugestalten.
Maßnahmen
Die Kerninstrumente des Projekts sind interaktive Bildungsmaßnahmen, darunter:
Workshops, Seminare und Townhall-Meetings zur politischen Bildung, zur Auseinandersetzung mit interethnischen Themen und zur Förderung von Partizipation,
Rundtischgespräche mit lokalen oder internationalen ExpertInnen, um kontroverse Themen im geschützten Rahmen sachlich zu diskutieren,
Trainingsformate, die Jugendlichen Methodenkompetenz, Medienkompetenz und Diskussionsfähigkeit vermitteln.
Partner
Regionale NGOs
Politische Parteien, Parteiennachwuchs (HDZ, SDA, PDP, NIP, SDS) EVP
Staatlichen Einrichtungen
Büro des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina www.ohr.int
Außeministerium von Bosnien und Herzegowina
Bildungsministerien auf nationaler, föderaler und kantonaler Ebene
Schulzentren und Gymnasien in ganz Bosnien und Herzegowina
Universitäten: Sarajevo, Banja Luka, Bihać, Mostar, Ost-Mostar, Tuzla, Zenica
Lokalen Gemeinden
Kontakt
Ansprechpartnerin in Bosnien und Herzegowina
Elma Sijerčić
Büroleitung
Ansprechpartner in Deutschland
Benjamin Bobbe
Leiter
FAQ
Was macht die Hanns-Seidel-Stiftung in Bosnien-Herzegowina?
Die Hanns-Seidel-Stiftung schafft Plattformen für den Dialog junger Menschen, stärkt ihre Kompetenzen und fördert ihr gesellschaftliches und politisches Engagement.
Mit welchen Partnern arbeitet die Stiftung?
Die Stiftung arbeitet mit Jugendorganisationen, Jugendräten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und NGOs, Bildungseinrichtungen sowie weiteren institutionellen Partnern zusammen.
Welche Ziele verfolgt die Stiftung?
Ziel ist es, einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Prozesse in Bosnien und Herzegowina zu leisten, junge Menschen zu gesellschaftlichem und politischem Engagement für eine bessere Zukunft zu motivieren und den zivilgesellschaftlichen Sektor zu stärken.
Stand: Oktober 2026