Journalistisches Förderprogramm
Machen Sie Journalismus, der zählt – und lernen Sie ihn so, wie er wirklich funktioniert
Sie möchten Geschichten erzählen, Menschen erreichen und Themen sichtbar machen, die sonst untergehen? In der Journalistischen Förderung der Hanns-Seidel-Stiftung erhalten Sie eine praxisnahe journalistische Zusatzausbildung, die Sie wirklich voranbringt – unabhängig davon, ob Ihr Ziel Print/Online, Hörfunk/Radio, TV/Video, Podcast oder Social Media ist.
Das Programm richtet sich an junge Talente, die mehr wollen als Theorie: Produzieren statt nur zuhören. Sie arbeiten mit professionellem Equipment, in realen Redaktionsprozessen und mit erfahrenen Journalistinnen und Journalisten an Ihrer Seite.
Was Sie erwartet
Pflicht-Akademien: Ihre journalistische Grundausbildung
Die Ausbildung ist trimedial aufgebaut. Sie erlernen journalistische Grundlagen und vertiefen diese in unterschiedlichen Formaten – eine ideale Vorbereitung auf den Einstieg ins Volontariat (TV, Hörfunk, Print/Online).
Alle Akademien sind verpflichtend, u. a.:
- Print-Akademien (Schreiben, Recherche, Storyaufbau, Interview)
- Hörfunk-Akademien (Audio, O-Töne, Moderation, Schnitt)
- Texten fürs Sprechen (Schreiben fürs Ohr, Verständlichkeit)
- Social-Media-Akademien (Storytelling, Formate, Plattformlogik, Redaktionsplanung)
- Fernseh-Akademien (Kamera, Schnitt, Beitrag, Moderation)
- Podcast-Akademien (Konzept, Dramaturgie, Produktion, Distribution)
Feste Bestandteile aller Seminare sind zudem Medienrecht, Ethik und journalistische Verantwortung.
Praxis, die zählt: Zwei Pflichtpraktika (je 4 Wochen)
Journalismus entsteht nicht im luftleeren Raum. Deshalb absolvieren Sie zwei verpflichtende Praktika:
- Journalistisches Praktikum (mind. 4 Wochen)
z. B. in Redaktionen von Print/Online, TV oder Hörfunk - Politisches Praktikum (mind. 4 Wochen)
z. B. in einer Pressestelle, im Bundestag/Landtag oder in vergleichbaren politischen Institutionen. Sie gewinnen reale Einblicke, bauen Ihr Netzwerk aus und treten später im Volontariat deutlich souveräner auf.
Redaktion statt Solo: Mitarbeit in unseren JFS-Redaktionen
Sie arbeiten aktiv in unseren Redaktionen mit und lernen Teamproduktion kennen:
- Instagram-Redaktion
- LinkedIn-Redaktion
- Print-Redaktion
Im Mittelpunkt stehen Themenfindung, Redaktionskonferenzen, Planung, Feedback – und das regelmäßige Produzieren.
Output-Routine: Alle zwei Monate ein journalistisches Produkt
Journalismus lernt man durch Kontinuität. Deshalb reichen Sie alle zwei Monate eine journalistische Arbeit ein (z. B. als Link, PDF, Audio oder Video), etwa:
- Social-Media-Format / Story / Reel-Konzept
- Print- oder Online-Artikel
- TV- oder Videobeitrag
- Hörfunkbeitrag
- Podcast-Folge oder -Segment
So entsteht Schritt für Schritt ein belastbares Portfolio, das Sie später bei Bewerbungen einsetzen können
Abschlussprojekt: Ihr eigenes großes Stück
Zum Abschluss realisieren Sie ein eigenständiges Projekt, das Sie selbst planen, recherchieren und umsetzen – in Print, TV/Video, Podcast oder Social Media. Wichtig: Thema und Format werden vorab mit der Journalistischen Förderung abgestimmt und genehmigt.
Das Abschlussprojekt ist Ihr Aushängeschild und häufig der entscheidende Pluspunkt in Bewerbungen.
Zertifikat: Ihr Ausbildungsnachweis
Alle Ausbildungsbausteine – Akademien, Praktika, Redaktionsarbeit, zweimonatliche Produkte und Abschlussprojekt – werden in einem Zertifikat dokumentiert.
Warum Ihnen das Programm wirklich hilft
- Sie werden trimedial fit für Print/Online, Audio und Video
- Sie arbeiten in realistischen Redaktionsabläufen
- Sie bauen ein aussagekräftiges Portfolio auf
- Sie erhalten Feedback von aktiven Profis
- Sie lernen journalistische Standards: Recherche, Quellen, Ethik, Recht
- Sie gehen mit Routine und Selbstvertrauen in Richtung Volontariat
Zusätzlich werden Sie Teil eines Journalistinnen- und Journalisten-Netzwerks mit regelmäßigen Treffen, Diskussionen zu Politik und Medien sowie Austausch mit erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern.
Netzwerk: Austausch, Mentoring, Kontakte
Das Netzwerk der Journalistischen Förderung trifft sich regelmäßig und diskutiert aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Politik, Medien und Gesellschaft – offen, praxisnah und auf Augenhöhe.
Für junge Journalistinnen und Journalisten ist dies eine besondere Chance: Sie lernen erfahrene Kolleginnen und Kollegen kennen, erhalten Einblicke in Berufswege und Redaktionsrealität und bauen Kontakte auf, aus denen Mentoring, Kooperationen oder Einstiegsmöglichkeiten entstehen können.
Wo wir arbeiten: Medienpraxis mit Profi-Setup
Im Medienzentrum auf Kloster Banz arbeiten Sie mit moderner Technik in Fernseh- und Hörfunkstudios sowie an digitalen Produktionssystemen. Sie lernen den professionellen Umgang mit Kamera-, Audio- und Schnitttechnik.
Für wen ist die Journalistische Förderung geeignet?
Für junge Menschen (Schülerinnen und Schüler vor dem Studium sowie Studierende), die
- journalistisch arbeiten wollen oder es ernsthaft ausprobieren möchten,
- Freude an Praxis, Teamarbeit und Verantwortung haben,
- bereit sind, regelmäßig zu produzieren und sich weiterzuentwickeln.
So bewerben Sie sich
Wenn Sie Interesse haben, informieren Sie sich über die Bewerbungsvoraussetzungen und reichen Sie Ihre Unterlagen ein. Besonders hilfreich sind:
- kurze Arbeitsproben (falls vorhanden) oder ein bereits erprobtes Format
- Ihre Motivation: Warum Journalismus? Warum dieses Programm?
Häufige Fragen
Ist alles verpflichtend?
Ja. Akademien, zwei Praktika, Redaktionsmitarbeit, zweimonatliche Arbeiten und Abschlussprojekt sind verbindlich.
Muss ich bereits Profi sein?
Nein. Wichtig ist vor allem Motivation, Einsatzbereitschaft und die Lust, regelmäßig zu produzieren.
Was bringt mir das für ein Volontariat?
Sie verfügen über Technik- und Formatpraxis, ein Portfolio, Routine – und wissen, wie Redaktionen arbeiten.
Kontakt
Thomas Kießling
Leiter