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Halfpoint; AdobeStock

Rhetorik im Wahlkampf - Kommunalwahl 2026

 

1. Wahlkampfrede

Sie wollen direkt tiefer in das Thema einsteigen? Lesen Sie unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema Rhetorik im Wahlkampf.

Vorbereitung auf das Publikum

Zu wem sprechen Sie? Passen Sie Ihre Rede an – für Parteikollegen ist ein anderer Ton gefragt als bei Bürgern auf dem Sommerfest.

Die Gegebenheiten vor Ort kennen

Machen Sie sich mit dem Ort vertraut: Sprechen Sie auf einer Bühne, im Vereinsheim mit oder ohne Mikrofon? Schlechte Technik oder Beleuchtung kann den besten Auftritt ruinieren.

Rede strukturieren

  • Begrüßung: Fangen Sie mit einer kurzen, freundlichen Begrüßung an.
  • Einleitung:  Wecken Sie Neugier mit einem spannenden Einstieg (siehe "Earcatcher")
  • Hauptteil: Formulieren Sie Ihre Hauptbotschaften (Erfahren Sie mehr über Botschaften im Wahlkampf) klar und wirkungsvoll.
  • Fazit: Ein gutes Fazit sollte den Kern Ihrer Botschaft zusammenfassen, gleichzeitig aber auch die Zuhörer motivieren und berühren.

„Earcatcher“: Aufmerksamkeit wecken

Starten Sie mit etwas, das den Zuhörer packt – eine provokante Frage, ein unerwartetes Bild oder eine persönliche Anekdote.

Auf Ihre Hauptbotschaften konzentrieren

Weniger ist mehr. Bleiben Sie bei Ihren wichtigsten Themen. Lieber Gesagtes wiederholen als inhaltlich überladen.
Erfahren Sie mehr über das Thema Botschaften in unserem ausführlichen Rategeber.

In Sprechsprache formulieren

  • Verwenden Sie kurze, klare Sätze.
  • Vermeiden Sie komplizierte Begriffe oder Fachsprache.
  • Ein Gedanke pro Satz – so bleibt das Publikum bei Ihnen.

Auf souveräne Körpersprache achten

  • Stehen Sie stabil, beide Füße gleich belastet.
  • Hände und Arme im Bereich zwischen Gürtel und Kinn halten.
  • Der Kopf ist für die Hände tabu.
  • Stehen Sie aufrecht.

Erfahren Sie mehr über Ihren erfolgreichen Auftritt.

Die Frage hört sich banal an, ist aber wichtiger als man denkt. Denn unkoordinierte Bewegungen der Hände wirkt alles andere als souverän. 

Deutliche Stimme und passende Kleidung

Sprechen Sie laut und klar. Wählen Sie Kleidung, die zum Anlass und gleichzeitig auch zu Ihnen passt. Statussymbole sollten vermieden werden. 

Üben, üben, üben

Es lohnt sich, die Rede vorher laut im Büro vorzutragen. Jeder gute Redner übt seine Rede vor dem großen Auftritt. Stellen Sie sich vor einen Spiegel oder zeichnen Sie sich beim Sprechen auf und zeigen die Aufnahme Freunden oder Partnern. So bekommen Sie Feedback und können sich verbessern.


2. Smalltalk

Das Ziel: Kontakt herstellen und ein Gespräch ins Rollen bringen

Offenheit zeigen

Ein Lächeln mit offener Körperhaltung und Blickkontakt ist der erste „Eisbrecher“. Klingt banal, aber vergisst man im Trubel des Alltags öfter als man denkt.

Gemeinsamkeiten finden

Sprechen Sie mit den Menschen über das, was sie verstehen.

Haben Sie Mut zu belanglosen oder offensichtlichen Themen wie beispielsweise Anreise, Wetter, Ort, Umgebung, die Veranstaltung, auf der Sie das Gegenüber treffen (situationsbezogen) oder Urlaub, Wetter, Wochenende, Sport.

Der Haustürwahlkampf und das Ansprechen auf der Straße sind besondere Situationen:

Hier macht es Sinn sich zunächst einmal vorzustellen und zu fragen, ob das Gegenüber gerade fünf Minuten Zeit hat. Dann ist Platz für Small-Talk.

Fragen stellen

Fragen Sie Ihr Gegenüber lieber, wie er oder sie über einen Sachverhalt denkt.
Aber: nicht ausfragen!

Aktives Zuhören

Zeigen Sie echtes Interesse an Ihrem Gesprächspartner, haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen.

Gegenseitigkeit

Reagieren Sie auf Fragen und stellen Sie eigene, um den Dialog lebendig zu halten.

Positiv bleiben

Sie wollen Lösungen anbieten. Treten Sie als Optimist auf. Sie wollen positiv in Erinnerung bleiben.

Selbstbewusst, aber bescheiden auftreten

Verzichten Sie auf Statussymbole und nehmen Sie sich im Gespräch zurück. Ihre beruflichen Erfolge und Kompetenzen können Sie indirekt einfließen lassen. Ihr Gegenüber ist der Mittelpunkt des Gesprächs.

Nicht zu sehr ins Detail gehen

Halten Sie sich bei persönlichen Dingen zurück und vermeiden Sie unnötige kontroverse Themen.

Umgangssprache verwenden

Ausstieg freundlich und klar gestalten


3. Umgang mit der Presse

Bereiten Sie sich gut vor

Was erwartet das Medium von Ihnen? Ein Interview oder nur eine kurze Aussage. Wer wird zu Ihnen geschickt? Der Praktikant oder der Journalist mit Namen? Klären sie diese Fragen vorab.

Wählen Sie Kleidung und Hintergründe bewusst aus.

Grundregeln vor Mikrofon und Kamera

Puder und Taschentuch nicht vergessen. Besser keine Kopfhörer verwenden… etc.

Für mehr Tipps zum Umgang mit der Presse besuchen Sie die ausführliche Version des Ratgebers auf unserer Website und melden Sie sich zu unseren Rhetorikseminaren an.